Angst vor Anfällen

Achim74, Sunday, 06.06.2010, 12:37 (vor 5919 Tagen) @ SusiundBenny

Hallo Susi!

Die Auflistung von Anton finde ich sehr gut. Die Regeln bedeuten aber nicht, dass man nichts mehr machen kann. Tritt eine Epilespie auf, ist dass als wenn man eine Vollbremsung hinlegt. Das bisherige "Lebenstempo" ändert sich von jetzt auf gleich. Ein anderes Tempo bedeutet aber nicht, dass jetzt garnichts mehr läuft sondern eben nur in einem anderen Tempo. Meiner Erfahrung nach betrifft dies auch nicht jeden Bereich des Lebens. Einschneidet ist es mit Sicherheit aber es gibt noch viele Bereiche, die "normal" ablaufen.

Ein festes Regelwerk soll nicht einschränken sondern Sicherheit vermitteln und langfrisitg auch zur Reduzierung der Anfälle führen. Mir hat es immer sehr geholfen, dass ich mich an eine feste Struktur halte. Dadurch ist es mir gelungen, meine Anfälle besser zu kontrolliern bzw. Situationen oder Verhaltensweisen zu vermeiden, die evtl. zu einem neuen Anfall führen können.

Kontakt zu einem Epileptologen oder einem Epilepsiezentrum würde ich Euch dringend empfehlen. Wie du schreibst ist die Epilepsie nicht nur für deinen Freund eine große Belastung sondern auch für dich. Die Unterstützung von Fachleuten kann ein große Hilfe dabei sein, sich besser mit der Epilepsie auseinander zu setzen. Auch der Kontakt zu einer SHG kann sehr entlastend sein.

Alles Gute!

Achim


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