Rolando-Epilepsie

Andreas, Thursday, 09.12.2010, 20:26 (vor 5731 Tagen) @ Ela

Hallo Ela,

Ehrlich gesagt ist mir nicht klar, welche Intention du verfolgst. Ich bin hier, weil ich ein betroffenes Kind habe mit einer sehr schwierigen Epilepsie.

Eigentlich dachte ich, dass ich das oft genug erklärt habe. Ich bin aus zwei Gründen hier: einerseits möchte ich etwas über das ärztliche Vorgehen erfahren und über die Wirkungsweise der Arzneien bei den Betroffenen. Andererseits hatte ich gehofft, dass ich bei gezielten Fragen rund um die Naturheilkunde den einen oder anderen Hinweis geben kann. Denn wie Du auch im aktuellen Homöopathie-Thread sehen kannst, werden immer wieder Äpfel mit Birnen verwechselt. Man kann ja zu den Therapien stehen, wie man will, aber wenn man darüber diskutiert, sollte man irgendwo einen einheitlichen Nenner haben.

Willst du als Heilpraktiker dich auf die Behandlung von an Epilepsie Erkrankten konzentrieren? Deine Fragen in diversen Threads kommen bei mir etwas merkwürdig an. Du fragst nach Zusammensetzungen von Tees oder Mineralstoffen, die jemand einnimmt.Warum? Sollen deine Patienten Versuchskaninchen werden?

Die Spezialisierung überlasse ich gerne anderen. Wenn ich bei Aussagen wie "Präparat XY hat mir gut getan, probiert das doch mal aus" wissen will, wie es zusammengesetzt ist bzw. was der Tee enthält, dann ist das zunächst rein interessehalber. Und wenn ich dann nachfrage, was sich denn konkret am Zustand gebessert hat, dann doch nur deshalb, weil die Aussage "mir hat es gut getan" eher nichtssagend ist. Und gerade damit mache ich niemanden zum Versuchskaninchen, sondern möchte vielmehr andere davon abhalten, selbst zu einem zu werden.
Außerdem interessiert es mich natürlich, ob sich beispielsweise durch Tees tatsächlich das Anfallsgeschehen beeinflussen lässt. Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass ausgerechnet ich als Nichtbetroffener hier der einzige bin, den das interessiert. Nicht umsonst tauchen solche Themen immer wieder auf.

Denkst du die (recht subjektive)Information durch Betroffene könne ein Studium ersetzen und man qualifiziere sich dadurch in besonderer Weise jemanden mit Epilepsie behandeln zu können?
Allein der Gedanke kommt mir persönlich recht vermessen vor. Deshalb mein Hinweis auf Ärzte, die sich oft jahrzehntelang mit der schwierigen Thematik befassen.

Irgendwie kommt mir hingegen die Fragestellung recht vermessen vor. Natürlich ersetzt das Mitlesen in einem Forum kein Studium, genauso wenig wie das Ansehen von Formel1-Rennen die Ausbildung zum Automechaniker ersetzt. Und Du wirst in keinem Thread erlebt haben, dass ich den Hinweisen auf die Konsultation eines Spezialisten widersprochen hätte. Somit verstehe ich Deine Aussage wirklich nicht.

Eben drum Andreas, der Sachverhalt neuronaler Zelluntergang ist sehr, sehr kompliziert. Unser Kinderarzt winkt bereits ab und verweist an Experten, wenn ich nur eine geringfügig tiefgreifendere Frage zum Thema Epilepsie habe. Wer da meint als Nichtfachmann kompetente Diskussionen führen zu können, erliegt einem Irrtum ...und/oder dem Dunning-Kruger-Effekt.

Ich habe anfangs eine meiner Ansicht nach recht einfache Überlegung zu einem zugegebenermaßen sehr komplexen Thema angestellt. Fachliche Fragen kann man diskutieren, man kann sie verwerfen, aber man sollte sie nicht mit persönlichen Beleidigungen abtun. Daher würde ich Dich enfach bitten, beim nächsten Mal auf die anderen Alternativen zurückzugreifen.

In diesem Sinn
Andreas


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