Ratlos
Ich frag mich langsam, ob Dein Neurologe sich auch nur ein einziges Mal die Nebenwirkungen von den Antiepileptika durchgelesen hat. Da steht das groß und fett, selbst für jeden Laien verständlich, drinnen. Außerdem gibt es da immer noch die Nebenwirkungen, die durch Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Medikamenten entstehen und die oft nicht so gut dokumentiert/erforscht sind.
Dass die Untersuchung deiner Gleichgewichtsorgane selbst ohne Befund endete, würde ich einmal als Indiz dafür werten, welches eher in Richtung Nebenwirkung deutet.
Ich kann Dich nur in Deiner Entscheidung, Kopfschmerztabletten möglichst selten zu nehmen, bestärken, so nervig wie die auch sein können. Einerseits wirken sie dann bei vielen wesentlich besser und zum anderen läufst Du so nicht Gefahr, durch übermäßigen Kopfschmerztablettenkonsum Kopfschmerzen zu bekommen - leider eine Nebenwirkung, die, wie ich inzwischen oft mitbekommen musste, nur wenigen bekannt ist.
Dass mit dem Prüfungsstress ist mir gut aus dem Studium bekannt. Und wenn die Anfälle häufig kommen, kann man obendrein oft wesentlich schwerer einfach einmal einen Abend lang vollkommen abschalten und mit Freunden ins Kino gehen oder sonst was unternehmen - so man wie ich tatsächlich das Glück hat, dass man zumindest eine ganz gute, liebe Freundin hat, die sich überhaupt keine Gedanken darüber macht, dass der Abend mit einem Anfall auch ganz schnell und nicht unbedingt schön enden könnte.
/**Edit
kleiner Nachtrag:
http://www.apotheken-umschau.de/do/extern/
lies Dir mal 3.2.a.1 durch. Da steht die Maximaldosis von Keppra bei Monotherapie beträgt 2*1500mg täglich. Im Normalfall sollten diese Dosen auch nicht signifikant - bei Dir ja um 1000mg am Tag - bei Therapie mit zwei Medikamenten überschritten werden. Ein Kollege von einer Verwandten von mir ist jahrelang wegen Epilepsie mit zu viel Medikamenten zugepumpt worden und hatte, wie man inzwischen sicher sein kann, deshalb viele Anfälle. Nach einer Entgiftungskur - war seine letzte persönliche Hoffnung, um die Arbeitsunfähigkeit irgendwie abzuwenden - mit Umstellung auf ein einziges Präparat in niedriger Dosis und Wiedereingliederungsphase ist er zwar nicht vollkommen Anfallsfrei, aber immerhin hat er nicht mehr tagtäglich Anfälle, sondern nur noch alle ein bis zwei Monate.
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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- Ratlos -
Jessi,
21.08.2011, 22:28
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fritzfrosch666,
22.08.2011, 00:03
- Ratlos - Jessi, 22.08.2011, 21:26
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teilchenschubse,
22.08.2011, 10:08
- Ratlos - Jessi, 22.08.2011, 21:32
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huge88,
22.08.2011, 10:42
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Jessi,
22.08.2011, 21:44
- Ratlos - huge88, 22.08.2011, 22:27
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Jessi,
22.08.2011, 21:44
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bianca29j.,
26.08.2011, 09:43
- Ratlos - Jessi, 29.08.2011, 21:21
- Ratlos - RedRose, 04.10.2011, 20:02
- Ratlos - kucka, 27.10.2011, 02:03
- Ratlos - HeinzGR, 07.11.2011, 00:05
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fritzfrosch666,
22.08.2011, 00:03