Epilepsie und Arbeitslosigkeit

Sandra Püppi, Thursday, 24.05.2012, 13:09 (vor 5198 Tagen)

Hallo,

ich bin 31 Jahre und habe vor 3 Monaten Epilepsie bestätigt bekommen, nachdem ich mit 120 km/h auf der Autobahn krampfte.
Ich arbeite derzeit noch als Arzthelferin in einer 50 km entfernten Klinik. Dort gelang ich aber ohne PKW nicht mehr hin, denn durch den Unfall hat sich natürlich auch das Straßenverkehrsamt bei mir gemeldet und meinen Führerschein eingefordert....:-|

Mein Arbeitsvertrag ist bis September befristet. Ich habe einen sehr guten Abschluss und hatte bisher keine Schwierigkeiten eine Anstellung zu finden.
Die neue Arbeitssuche erweist sich allerdings als sehr schwierig. Kein Arzt möchte mich einstellen, da ich mit nem Schwerbehindertenausweis (will ich garnicht!) eher eine Last für Arbeitgeber bin. Ausserdem habe ich mittlerweile erfahren, darf ich auch nicht am Patienten arbeiten darf, bis ich 2 Jahre anfallsfrei war.

Das ist alles harter Tobak für mich. Ich muss aber arbeiten um mich und meinen Sohn (11 Jahre) durch zu bekommen. Ich rede nur von mir und meinem Sohn, da die Beziehung zu meinem Lebensgefährten seit der Nachricht leicht kippt.

Zwischenzeitlich habe ich mich natürlich schon über Weiterbildung informiert. Aber auch da habe ich den nächsten "Schlag in die Fresse" bekommen.
Ich habe keine Berechtigung für einen Bildungsgutschein, da ich noch nicht lange arbeitslos, bzw NOCH in fester Anstellung bin. Wenn ich ein Jahr arbeitslos bin, werde ich in die Frührente gesteckt. Aber Leute.... ich bin fit!!!! Das geht gar nicht.... Ausserdem habe ich durch Erziehungszeit und gleich zwei absolvierte Ausbildungen gerade mal einen Anspruch auf 144,- € Rente.

Meine Frage hier ist, MUSS ich dem neuen Arbeitgeber mitteilen, dass ich Epileptiker bin?
Ist es wahr, dass ich nach einem Jahr Führerscheinentzug zwischen 600 und 800 € berappen muss um meinen Führerschein wieder zu bekommen?


gesamter Thread: