"Leichte Epilepsie" trotzdem Medis?
hab schon darauf gehofft wieder mit Infos von dir gefüttert zu werden
lol - ich glaub, da gebe ich nach Deiner ausführlichen Antwort gleich noch eine Extraportion drauf.
Also das mit dem geregelteren Leben ist auf jeden Fall nicht unförderlich. Aber es kann durchaus auch mit Epi möglich sein, hin und wieder eine Nacht durchzufeiern, wenn man darauf achtet, davor und danach ausreichend Schlaf zu bekommen und sich entsprechende Ruhe gönnt. Das muss man halt ausprobieren.
in seinem Fall könnte ich mir auch vorstellen das es psychisch auch ein bisschen bedingt sein könnte, er hatte ein schweres Leben, gestörte Familienverhältnisse, Sachen die er bis jetzt noch nicht verarbeitet hat.
Epilepsien sind keine Erkrankungen psychischen Ursprungs, sondern haben physische Ursachen, auch wenn man nicht immer eine findet. Anfälle können aber natürlich durch eine psychische Belastung ausgelöst werden(quasi der zündende Funke). Was es aber auch gibt und ähnlich wie epileptische Anfälle aussieht und bisweilen auch für Experten schwer zu unterscheiden sind, sind psychogene Anfälle. Da würde den Ärzten ein Video von einem Anfall helfen. Aber bei so einer Diagnose würde ich persönlich nur Epileptologen vertrauen.
Warum verschreibt dann der Arzt trotzdem sofort ganz pauschal die Medikamente? Ohne auf den jeweiligen richtig einzugehen?
Medikamente sind nicht nur die Standarttherapie bei Epilepsie, sondern i.d.R. gibt es dazu nicht wirklich eine vollständige Alternative. Unterstützend kann man natürlich zusätzlich auch Dinge wie Entspannungsübungen etc. versuchen, aber da muss man schon wieder aufpassen, weil das bei manchen auch die Anfallssituation verschlimmern kann. Alternativmedizin aus z.B. der Ecke der traditionellen chinesischen Medizin - da muss ich als jemand, der die Dinge bisweilen sehr skeptisch betrachtet ja sogar zugeben, dass die für eine ganze Reihe von Problemen wirklich gute, wissenschaftlich untersuchte und erklärbare Mixturen kennt - gibt es nicht wirklich.
... meinte der Arzt: Wenn die Medikamte wirken ist es nicht wichtig zu wissen, erst wenn es nicht funktioniert sollte mann sich Gedanken darüber machen.
Er hat bsp auch kein CT gemacht, was ist wenn er was im Hirn hätte? Ziste, Blutgerinsel, irgendwas?
Naja, soviel zur Sozialkompetenz mancher Ärzte. Grundsätzlich sagt er, was man im Normalfall bei idiopathischen Epilepsien macht, da es nicht unbedingt einen Unterschied macht, den Namen des Kindes zu kennen und bei einem Anfall alle zwei Jahre, selbst wenn es eine operable Epilepsie wäre, die Nutzen-Risiko-Abwertung so ausfiele, dass man wohl eher von einer OP abraten würde.
Dass er kein MRT veranlasst hat, finde ich trotzdem nicht gut. Sowas gehört standartmäßig zumindest einmal abgeklärt, auch wenn ich das als Laie in dem Fall - auf Grund der langen, konstant verlaufenden Vorgeschichte - auch nicht für so dringend halte, dass es gleich morgen gemacht werden müsste, aber es sollte gemacht werden. CT bringt da i.d.R. nicht viel. Das ist eher eine typische Krankenhausprozedur, um dort das schlimmste auszuschließen(Schlaganfall, Blutungen im Hirn). Und was diese Befürchtung mit dem Blutgerinsel angeht: Streich die. Blutgerinsel hieße kritische Störung der Blutversorgung in einem Hirnareal(Schlaganfall), ergo eine dauerhafte Schädigung mit entsprechend langwierigen neurologischen Ausfallserscheinungen - und so wie ich Dich verstehe, geht's ihm ja sonst gut.
Ich an Eurer Stelle würde auf ein MRT bestehen, oder noch besser, lasst das Ganze gleich in einem Epilepsiezentrum abklären, die haben dort nicht nur dafür besser geeignete Geräte, sondern auch aus Erfahrung einen anderen Blick auf die Bilder, als die normalen Radiologen. Dort kann man Euch dann auch besser bezüglich eventuell geeigneter Alternativen beraten, wenn Ihr das wollt.
P.S.: Sorry für mein Roman
Nur nicht dafür entschuldigen. Die Details sind förderlich, um Dich besser zu verstehen.
Ich hoffe die Pizza Epileptica Speciale hat geschmeckt 
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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- "Leichte Epilepsie" trotzdem Medis? - mikewi, 22.12.2012, 09:52
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