Hilft Sport?
Ich habe vorher keinen Sport gemacht. Habe mir nun ein paar Hanteln und ein Laufband gekauft und gehe jeden bis jeden zweiten Tag laufen und mache nun diverse Muskelübungen.
Was haltet ihr davon?
Meint ihr, man kann dadurch vllt. Stress oder irgendwas rauslassen, um einen Anfall vllt. sogar zu vermeiden?!
Hallo,
nach der OP wurde mir eine "überhöhte Streßanfälligkeit" attestiert, die mir auch 3 GM-Anfälle eingebracht hat. Inzwischen bin ich wohl gut eingestellt und meine Reaktionen auf Streß laufen zwar weiterhin "wellenartig" aber nach meinem "natürlichen" Muster, vielleicht nur etwas größeren Phasen.
ABER:
bin weiterhin begeisterte Radlerin. Nicht Rennradlerin, nur aus Freude. Ich habe das Glück in der Nähe einem schönen Stadtwald zu wohnen, keinen Autoverkehr - also keine besondere Aufmerksamkeit nötig. Schöne Landschaft, die sich immer ändert, Entdeckungen unterwegs - der Fuchs, der sich blitzschnell davonschleicht, Eichelhäher, "meinen" ersten Wiesel, die Katze am Waldhaus, die für Zusatzstreicheln immer zu haben ist. Wenn ich eine Aura aufkommen spürt, kann ich mich immer auf dem Fahrrad ablenken und sie zurückdrängen.
Als ich noch berufstätig - und nicht epileptisch - war, fuhr ich auch auf dem Rad zur Arbeit auf einer schönen, meist autofreien Strecke am Fluß entlang. Kein Zeitdruck, Landschaft, frische Luft. Kollegen ist damals aufgefallen, daß ich gerade für knifflige Probleme gezielte Lösungen auf dem Fahrrad entwickelte. Durch die richtigen Komponente: keinen Streß, schöne Bilder, viel Sauerstoff im Blut - und daher im Gehirn -, gut funktionierenden Kreislauf.
Ärzte begrüßen alle mein Radfahren: der Kardiologe und Internist - Jahrgang 1946, fährt selber täglich mit dem Rad zur Arbeit -, die Hausärztin, der Gynecologe - fragt nie nach meinem Befinden sondern nach meiner KM-Zahl -, der Neurologe und - "cerise sur le gâteau" - der Neuro-Chirurg, der mich operiert hatte. Ich zitiere: "In Ihrem Fall meldet sich den Anfall über den Magen, das Risiko ist minimal, Radfahren ist gesund, die Rolle der Lebensqualität darf nicht unterschätzt werden. Den Wald grüßen Sie für mich!".
Ich will Dich nicht partout zum Radfahren überreden. Meine nur, daß Sport als wirksamster Antistreß-Medikation funktioniert, wenn er nicht unter Leistungsdruck - in meinem Fall kein Rennrad, die Durchschnittsgeschwindigkeit fleißig ignoriert -, an der frischen Luft, möglichst ohne Trubel und Verkehr, idealerweise auch in Landschaft, wo sich das Auge freut. Wohl auch Jogging, Nording-Walking, Wandern usw. Ich weiß nicht, ob es in geschlossenen Räumen so wirksam sein kann.
Auf jedem Fall beste Wünsche für Deine Prüfung
mezeg
P.S bin vor zwei Wochen bei einer geführten Tour mitgeradelt, schönes Wetter, viele altbekannte Köpfe, viele Gespräche, viel entgegengebrachte Freude, daß ich nach der OP wieder dabei bin, wie es mir geht usw. Gemeinsames Mittagsessen im Biergarten. Tiefe Freude, kostbarer als der beste Champagner, ohne Kater und mit Langzeit-Wirkung.
Und gestern beim besonderen Geburtstag eines langjährigen Radlerfreundes nicht nur längst bekannten Verwandten und Freuden seinerseits und seiner Freundin sondern viele Radler mit vieles zu reden, bekam noch die Einladung zu einer Tour in besonders schönen Landschaft mit Übernachtung in deren Haus, Vorschlag der Schwester vom Geburtstagskind zum gemeinsamen Biergarten, usw. Alles wegen Radfahren nicht nur allein sondern mit bekannter Gruppe. Also auch soziale Komponente
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Xandri,
28.04.2013, 10:45
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huge88,
28.04.2013, 11:02
- Hilft Sport? - Xandri, 28.04.2013, 11:31
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mezeg,
28.04.2013, 11:42
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Xandri,
28.04.2013, 12:21
- Hilft Sport? - Lerche, 28.04.2013, 15:54
- Hilft Sport? - mezeg, 29.04.2013, 17:01
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Xandri,
28.04.2013, 12:21
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huge88,
28.04.2013, 11:02