Radfahren
Hallo,
als die Diagnose Epilepsie klar war, bekam ich vom Neurologen die üblichen Verhaltensregeln, nicht ins Wasser etc. und Autofahrverbot. Habe nie den Führerschein gemacht, hat mich also nicht gestört.
Habe ich gezielt über das Radfahren gefragt. Es hieß: Nur mit Helm und nicht entlang befahrener Straßen. In seinem Bericht an die Hausärztin heißt es:
"Die Patientin hat keinen Führerschein, fährt jedoch gerne Rad."
Oder im KKH:
"Auf Grund des intrakraniellen Eingriffes ist der Patientin das Führen eines KFZ in den nächsten Monaten nicht gestattet."
Später vom Neurologen: "Die Patientin wurde erneut über das Fortbestehende Fahrverbot und die Verhaltensregeln im Alltag aufgeklärt."
Der Neuro-Chirurg sagte, daß das Risiko auf Rad bei mir minimal ist, eine Temporal-Epilepsie meldet sich über den Magen - also mit Warnmeldung, Radfahren ist gesund, die Rolle der Lebensqualität darf nicht unterschätzt werden, ich soll den Wald für ihn grüßen.
Wichtiger Punkt: Er radelt auch wie ich. Nicht rennradmässig, sondern ausdauernd.
Auf dem Fahrrad fühle ich mich frei und leicht. Die "verschwommenen Einnerungen" habe ich schon ein paar Mal auf dem Rad bekommen, aber auf mein Fahrverhalten hatten sie keine Wirkung. Einmal fuhr ich auf einem Radweg direkt entlang der Straße ohne Trennung mit Autoverkehr, als es passierte. Meine Tochter fuhr direkt hinter mir. Hätte ich die kleinste Unsicherheit oder falsche Bewegung gehabt, hätte sie mich sofort angesprochen.
Mit dem Auto könnte man in einer Gruppe rasen. Auf dem Fahrrad wie könnte man bloß Geschwindigkeit und Balance behalten? Man kippt einfach um. Könnte natürlich einen Nachfolge-Unfall verursachen, wenn ein Autofahrer deswegen vollbremst. Aber wenn es Dir zu Fuß in einer Straßenkreuzung passieren würde???
An welcher Art von Epilepsie Du leidest, spielt auch bestimmt eine Rolle.
Wie fühlst Du Dich auf dem Fahrrad? Entspannt oder verkrampft? Auf jedem Fall verkehrsreiche Straßen meiden, sie verlangen zuviel Aufmerksamkeit. Helm auf natürlich.
Idealerweise fragst Du einen Neurologen, der selber radelt. Er weiß dann wovon er spricht!
Vom Fahrrad mußte man mich schon runterschießen. Dieses Jahr wegen langes Winters und schlechtes Wetters wenig geradelt... nur 2.642 km.
mezeg
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baerli3333,
26.06.2013, 15:53
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Tom vom Berg,
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