Ist es eine Epilepsie? Muss das behandelt werden?
Hallo Tartine,
bei mir sind es auch ähnliche Erlebnisse, die in meinem Fall eindeutig Epilepsie zuzuschreiben sind, diese durch eine gutartige Hirnhauttumor iniziert. Nach OP muß ich doch AE nehmen, weil ich 3 GM-Anfälle bekommen hatte. Es ist aber eine niedrige Dosis, bald kann ich das "2-jähriges ohne" feiern.
Auren bekomme ich noch aber wie bei Dir immer seltener und blasser: "verschwommene Erinnerungen", Sprachblokaden, Unwohlsein, Übelkeit, überhöhte Anfälligkeit auf emotionalen Streß. Situationsstreß, wo ich selber "am Steuer" bin, gehört nicht dazu.
Hatte mich auch nach der plötzlichen vollkommen unerwarteten Diagnose seitens der Hausärztin im Internet informiert. Am gleichen Tag, obwohl ich einen Termin bereits 4 Tage später bekommen hatte. Und weiter als er die Epilepsie-Diagnose bestätigt hatte und mich zur MRT schickte, weiter als ich erfuhr, daß eine OP unumgänglich ist.
Es ist zwar beim ersten Blick beunruhigend aber für mich war es wichtig: Ich wußte einigermassen, wo ich stand. Hatte auch mehr Wissen, um mit dem Neurologen zu sprechen und ihn zu verstehen.
Dann habe ich mich nicht mehr so "blind" durch Internet gewühlt und langsam angefangen, mich in der neuen Situation "einzurichten". Dazu gehört auch dieses Forum.
Auch an die AE habe ich mich gewöhnt und sie akzeptiert. Zuerste kindliche emotionale Ablehnung: Um sie in einem Kaffeelöffel aufzulösen, suchte ich den scheußlichsten Löffel in der Schublade
. Irgendwann den schönsten Löffel, als Versuch mit dem AE "Frieden zu schließen". Inzwischen greife ich nach dem erstbesten Löffel, AE nehmen ist nun wie Zähneputzen: morgens und abends, unerläßlich aber reine Routine.
Und ich entspanne mich immer mehr, weiß auch welche Auslöser in Frage kommen und gehe denen bestmöglichst aus dem Weg. Hier und da noch ein Problem, wie eine Sprachblockade letzten Sonntag. Aber dazwischen vergesse ich immer mehr, daß ich Epilepsie habe. Das Leben läuft normal weiter, mit kleinen Änderungen zwar, wie in einer geänderten Welt. Keineswegs schlechter, nur eben ein Bißchen anders.
Warte möglichst entspannt bis zum Termin. Woran man ist wissen, bringt schon unheimlich Erleichterung. Einem Problem kann man erst angehen, wenn man ihn kennt. Vielleicht brauchst Du auch keine Medikamente, nur Entspannung und Ablehnung. Und wenn Du welche nehmen sollst, heißt es lange nicht, daß es immer dabei bleiben wird. Vielleicht nur um eine schlechtere Phase zu überbrücken.
mezeg
P.S. Hast Du Dein Pseudonym aus dem Lied gewählt?
"Il était une Dame Tartine,
Dans un beau palais de beurre frais..."
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tartine,
28.06.2013, 12:18
- Ist es eine Epilepsie? Muss das behandelt werden? - dannie89, 28.06.2013, 14:26
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Melusine,
28.06.2013, 14:50
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tartine,
28.06.2013, 17:21
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Marathon,
30.06.2013, 09:08
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- Ist es eine Epilepsie? Muss das behandelt werden? - Marathon, 30.06.2013, 13:22
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mezeg,
30.06.2013, 10:27
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- Ist es eine Epilepsie? Muss das behandelt werden? - mezeg, 01.07.2013, 21:54
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- Ist es eine Epilepsie? Muss das behandelt werden? - seba, 02.07.2013, 09:14