Epileptische Anfälle und Magnesiumhaushalt des Körpers

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 06.04.2014, 17:30 (vor 4515 Tagen) @ pegasus

Was spricht also dagegen, mal realistisch betrachtet, dass eine Mangelerscheinung von Magnesium ebenfalls einen Anfall begünstigen oder wenn eben genug vorhanden ist, vermeiden kann?

1) Ich habe nicht grundsätzlich abgestritten, dass Magnesiummangel (wie so ziemlich jeder Mangel/Überdosis) Krampfanfälle auslösen/begünstigen kann. Ich bin aber ein grundsätzlich entschiedener Gegner davon, nicht medizinisch nachgewiesene/"geglaubte" Mangelerscheinungen ohne ärztlichen Rat zu therapieren. Sowas kann auch am Ende nach hinten losgehen.
Wenn das wie in Deinem Fall, pegasus, ein Arzt feststellt und Dir dann etwas gibt, sehe ich das vollkommen ein und halte ich auch für vernünftig.

2) Das Problem ist, dass Du im Internet auf zahlreichen Seiten zu dem Thema - einfach einmal die von martha in früheren Beiträgen geposteten Links durchsehen - Aussagen findest, nach denen Magnesiummangel angeblich ein weit verbreitetes Problem sei und das als Wundermittel angepriesen wird. Das geht dann am Ende, wie wir immer wieder hier erleben müssen, mitunter soweit, dass einige Personen denken, dass ihre Anfälle von Magnesiummangel (mit)ausgelöst werden, selbst dann, wenn keine medizinischen Anhaltspunkte für einen Mangel da sind.

3) In diesem Fall war im ersten Post zu lesen "Denke, dass der Kaffee den Haushalt runtergezogen hat und einen Anfall mit ausgelöst hat!" . Dafür gibt es aber, so wie ich das im Zusammenhang mit anderen Posts verstehe - aus Sicht der behandelnden Ärzte (und denen würde ich im Zweifel mehr Vertrauen als dem Internet) aber anscheinend keine Anhaltspunkte. Da die ja im KH sicherlich gleich ein entsprechendes Blutbild angefertigt haben, hätte soetwas auffallen müssen. Wie Du ja selbst aus eigener Erfahrung geschrieben hattest, achten die Ärzte auch auf soetwas - und bei Dir hat der Arzt ja nur auf Verdacht hin ein Blutbild machen lassen.

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil


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