Epilepsie und Verständnis

Anton, Wednesday, 06.09.2023, 14:46 (vor 285 Tagen) @ Annita

Hallo Annita,

ich kann dich gut verstehen, dass Du die Schnauze voll hast, aber damit wird es nicht besser. Du bist nach Deinen Schilderungen in dem Epilepsie-Zentrum Bonn gewesen und dort hat man dir nicht soweit helfen können, dass Du anfallsfrei bist und wieder normal arbeiten und Auto fahren kannst. Ich bin in Deinem Alter erkrankt und heute ein alter Mann. Ich habe gelernt, dass es viele Menschen gibt, die wesentlich mehr Einschränkungen haben als wir.

In der heutigen Zeit kann man sich nur selbst helfen. Das Internet kann eine gute Stütze dafür sein. Ich habe letztens in diesem Forum einem Mitglied geschrieben, wie ich seit 20 Jahren verfahre. Über den u. g. Link kommst Du zu dem Beitrag. Für ganz wichtig halte ich die richtige Organisation der Tabletteneinnahme. Wer seine Tabletten aus der Blisterpackung nimmt, wird sie zwischendurch vergessen oder doppelt nehmen. Und damit wäre eine optimale medikamentöse Therapie nicht mehr gewährleistet, was ständig zu neuen Anfällen führen würde. Ich fülle immer gleichzeitig 10 Tagesdosierer, und stelle morgens ein Döschen auf den Schreibtisch, sollte ich sie morgens vergessen haben, würde ich spätestens mittags darüber fallen. Und abends genauso.

An Deiner Stelle würde ich eine weitere Meinung in einem anderen Epilepsie-Zentrum einholen. Oder den Neurologen wechseln. Oder, das wäre schnell die einfachere Lösung, eine Epilepsie-Ambulanz in einem Krankenhaus aufsuchen, wo viele Neurologen mit Erfahrung auf diesem Gebiet arbeiten. Ich wünsche gute Besserung!

Liebe Grüße
Anton

5 Fach Medikation - Meinungen oder Erfahrungen?
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