zweiter Anfall nach fünf Jahren

Anton, Friday, 26.04.2024, 18:29 (vor 52 Tagen) @ Andrea13

Hallo,

wir als medizinische Laien können wohl sagen, wie wir einen Zustand erreicht haben, um mit der Epilepsie leben zu können. Für das Wichtigste halte ich, das Sammeln von Informationen für die Ärzte. Und wenn ihnen die gut sortiert vorgelegt werden, ist das schon die halbe Diagnose. Unabhängig von der Krankheitsvorgeschichte sind folgende Angaben wichtig.

a) Wie waren Schwangerschaft und Geburt?
b) Gab es Entwicklungsstörungen in der frühen Kindheit, gab es Kopf- oder Gehirnverletzungen oder Erkrankungen, die das Gehirn betreffen?
c) Gab es in der Kindheit kleinere oder andere Anfallstypen wie z. B. Fieberkrämpfe?
d) Lagen in der unmittelbaren Vorgeschichte andere Erkrankungen vor wie z. B. eine Infektion oder Tumor in einer anderen Körperregion?
e) Werden Medikamente oder Alkohol regelmäßig konsumiert?
f) Sind in der Familie weitere Patienten mit Epilepsie bekannt?
g) Handelt es sich wirklich um den ersten Anfall oder gab es schon zuvor Anfälle? Vielleicht auch Anfälle eines anderen Typs?

Du leidest seit über zehn Jahren unter verschiedenen Symptomen, die zum Teil mit einer Epilepsie nichts zu tun haben, aber immer im Zusammenhang mit Deinen Anfällen stehen. Ich gehe davon aus, dass alle ärztlichen Disziplinen sich ein Bild von dir machen konnten und zusammen ein Ergebnis gefunden haben.

Was das Fahrverbot angeht, gibt es Leitlinien und gewisse Regeln. Dazu ist erforderlich die Aufzeichnung von Anfällen bzw. von anfallsfreien Zeiten. Die Regeln, nach welcher Zeit man wieder fahren darf, stehen im Internet. Die Aussagen des Arztes zum Fahren sind verbindlich.

Auf das Epilepsie-Zentrum in Bonn zu warten, lohnt sich aus meiner Sicht. Die Klinik war die erste, die mit Dr. Elger Mitte der neunziger Jahre einen Internetauftritt hatte. Mir ist in Bielefeld-Bethel mehrfach geholfen worden. Einmal wegen der Epilepsie und einmal, als andere nicht weiterwussten, nach einem Halswirbelbruch. Dir wünsche ich viel Erfolg in der Bonner Klinik. Alles Gute!

Viele Grüße
Anton

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Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.


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