Re: Re: Alkohol-oft diskutiert

Michael @, Wednesday, 08.02.2006, 13:31 (vor 7529 Tagen) @ Michael

Danke erst einmal für die beiden schnellen Antworten.
Natürlich ist mir eine ehrliche Antwort lieber.
Es ist ja auch nicht so, dass ich vor der Realität die Augen verschliesse und auf medizinisch, fundierte Begründungen nicht reagieren würde.
In meinem Alltag spielte dieser eine Anfall allerdings nach meiner Führerscheinpause überhaupt keine Rolle mehr. Ich leb(t) wie alle meine Freunde und wurde nur durch die allmorgendliche Tabletteneinnahme, die 3-monatige Kontrolle meiner Leberwerte und mein halbjährlichen Besuch bei meiner Neurologin daran erinnert-ich hab mich durch die Tabletten einfach völlig sicher gewähnt.
Irgendwie kam ich aber letztens auf diese Frage, die mich seitdem nicht mehr loslässt und weshalb ich jede Information aufsauge, die ich nur finden kann.
Auch meine Neurologin habe ich natürlich gefragt.
ALlerdings begegnete sie mir mit Floskeln ala "Alkohol ist eh nicht gesund,etc." und ich bin mir sicher, dass sie es sich da ein bißchen zu leicht macht.
Es gibt ja bekanntlich dutzende verschiedene Epilepsieformen, die mit unzähligen verschiedenen Medikamenten und Medikamentendosen therapiert werden.(Bei jedem Erkrankten sind die Nebenwirkungen andere-ich bemerke zum Beispiel überhaupt keine; ein weiterer Grund für das Vergessen)
Und ich denke, die Neurologen sollten sich etwas mehr fragen was es heisst, einem 18,19-jährigen zu sagen(überspitzt formuliert): "kein Alkohol, keine Disco, kein Schlafentzug (also auch keine Party bis in die Morgenstunden ohne Alkohol); das bedeutet leider der Verzicht auf vieles was in dem Alter dazugehört, worüber man redet, etc -Ausnahmen bestätigen die Regel
Und solange mir niemand eine konkrete, medizinische Sicht der Dinge geben kann, kann ich mein Leben nicht ändern.
Ich möchte nicht in 10 Jahren aufgrund neuer Forschungsergebnisse hören, dass ich mit meiner speziellen Form der Epilepsie und meiner speziellen reaktion auf die Medikamente die ganze Zeit zu 90% safe gewesen wäre -eine ungeheure Vorstellung.

@hoernchen: du bist ja ein bißchen auf die medizinische Ebene eingegangen, was die Gefäße angeht...
Dazu wusste meine Neurologin Konkretes zu sagen, in etwa: "da ist es wohl ganz gut, dass du deine Medikamente morgens nimmst und die Gefahr wohl erheblich abschwächst.
Einen schönen Tag noch...
Michael


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