Re: Anfälle/psyche/Eingewöhnungsphase der Antiepileptika
Hallo Sandra!
Ich habe zufällig dieses Forum hier entdeckt... Ich bin selber Epileptikerin und ich weiß noch nicht mal welche Form ich habe. Bei mir wurde die Epilepsie mit 16 Jahren in Heidelberg auf einer Klassenfahrt festgestellt... Davor hatte ich mehrere Anfälle und die Ärzte suchten nach Herz-Kreislauf-Störungen, Nierenversagen, etc.
Mit 16 habe ich Ergonyl 300 aufgeschrieben gekriegt und siehe da, ich war anfallsfrei... es war ein wunderschönes Gefühl... Aber ich stand ständig unter Strom und habe drauf gewartet, dass es wieder los geht... irgendwann wollte ich wissen, was Epilepsie ist, denn keiner der Ärzte konnte es mir genau sagen... In der Bücherei gibt es sehr viel Literatur darüber, über richtiges Verhalten der Betroffenen und der Partner.. Was ist zu tun, was ist zu vermeiden. Und ALBERT EINSTEIN UND ADOLF HITLER (unangenehmer Zeitgenosse) waren Epiletiker... Man kann an der Epilepsie nicht sterben. man stirbt nur an ihren Folgen.. und wenn du dich dran hälst, dass du kein Alkohol zu dir nimmst, die Diskotheken meidest, genug schläfst und den Streß reduzierst, dann hast du schon halb gewonnen.
Glaubs mir... ich hab es durch mit falscher Dosierung über Selbstmordgedanken bis hin zu Panikattacken. Ich war fett, obwohl ich ständig gehungert habe, ich habe geheult, obwohl eigentlich alles wunderbar war... Und meine WUTATTACKEN... Es sind die Tabletten.. Mit Epilepsie kannst du leben... und du bist nicht anders als die anderen... Die Diabitiker jagen sich tagtäglich eine Insulinspritze nach der anderen rein und freuen sich des Lebens... Dann tu du es doch auch...
Ich habe 2 gesunde Jungs auf die Welt gebracht... seit der Geburt von meinem Jüngsten hatte ich streßbedingt 2 Anfälle... und da kann dir auch der beste Epileptologe nicht helfen. Mein Großer(8Jahre) hat es jetzt mitgekriegt und nach langen Gesprächen kann ich mich auf ihn verlassen und weiß er würde Hilfe holen..
DU bestimmst dein Leben... Und nicht die Krankheit...
Laß die anderen wissen, dass du sie hast, die werden es verstehen. Und glaube mir, laß die Disco sein, so schwer wie es ist, hole dir Bücher, erkundige dich über die Epilepsie. Und du wirst sehen, es ist nix schlimmes...
Wenn du Fragen hast, melde dich..
LG Vala
P.S. : Ich war nicht ein einziges Mal beim Psychologen.
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- Anfälle/psyche/Eingewöhnungsphase der Antiepileptika -
sandra,
07.12.2007, 13:58
- Re: Anfälle/psyche/Eingewöhnungsphase der Antiepileptika - Anton, 07.12.2007, 15:07
- Re: Anfälle/psyche/Eingewöhnungsphase der Antiepileptika - Andreas S., 07.12.2007, 15:15
- Re: Anfälle/psyche/Eingewöhnungsphase der Antiepileptika - Anne, 08.12.2007, 07:01
- Re: Re: Anfälle/psyche/Eingewöhnungsphase der Antiepileptika - sandra, 08.12.2007, 14:49
- Re: Re: Re: Anfälle/psyche/Eingewöhnungsphase der Antiepileptika - Marion44, 08.12.2007, 23:11
- Re: Anfälle/psyche/Eingewöhnungsphase der Antiepileptika - Valentina, 12.12.2007, 11:27
- Anfälle/psyche - EHRLICHE SEELE 1983, 13.08.2013, 23:40