Re: Nebenwirkungen der Medikamente

Bettina @, Monday, 30.06.2008, 19:54 (vor 6625 Tagen) @ Heidi

Hallo Heidi,
zunächst einmal klingt es von meinem Wissensstandpunkt aus verantwortungsbewußt, daß der Arzt nicht gleich mit Antiepileptika "schießt", sondern erstmal abwarten möchte. Deine ganzen Sorgen und Ängste sind gerade vor dem Hintergrund der Vorerfahrungen sehr gut nachzuvollziehen. Aber zum Glück ist Epilepsie nicht gleich Epilepsie und es gibt ein ziemliches Spektrum an Medikamenten. Natürlich kann es auch gerade in der Eindosierungsphase z. B. zu Wesensveränderungen kommen, zu neurologischen Symptomen etc. . Aber meine Erfahrung dabei ist - und ich habe sehr unter Topamax-Behandlung unter heftigen Wutausbrüchen, schwersten akut suizidalen Krisen, kognitiven Einschränkungen und Sprachstörungen gelitten - daß vieles mit der richtigen Einstellung und Aufklärung der Umgebung zu händeln ist. Wie Du schreibst, ist Deine Enkelin ein fröhlicher lebensbejahender Mensch. Das kann ihr sehr helfen, mit allen Fragen umzugehen. Natürlich ist eine eventuelle Epilepsiediagnose ein großer Einschnitt, eben eine chronische Erkrankung. Aber es gibt heutzutage viele Möglichkeiten der Unterstützung für Schule, Beruf, Lebensführung. Vielleicht ist gerade d e r Traumberuf nicht möglich, aber das geht so vielen anderen auch so, auch ohne Epilepsie.
Herzlichen Gruß, Bettina


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