Bethel - und dort soll ich leben?

Heintje82, Monday, 22.03.2010, 19:07 (vor 5994 Tagen) @ Anton

N'Abend Anton,
danke, auf so ein Schreiben habe ich gehofft. Bethel habe ich ursprünglich meiner ehemaligen Psychologin in Münster vor zwei Jahren zu verdanken, zu der mich wiederum ein guter Freund überredet hat (wäre ich von mir aus niemals hingegangen). Mein oberstes Ziel in Bethel ist es ebenfalls, wieder Ruhe und eine feste Struktur in mein Leben zu bekommen mit einem regelmäßigem Alltag von Arbeit, Freizeit und einem guten Bekanntenkreis. Meine ganze Krankheitsgeschichte hat dazu geführt, dass ich in den letzten zehn Jahre mehrmals zwischen Schule, Ausbildung und mehrmonatigen Praktika hin- und hergependelt bin, dadurch zunehmend depressiv wurde und Kontakte abgebrochen habe aber auch mit nur wenigen Menschen klargekommen bin. Die "psychosomatische Klinik Telgte" hat mich wieder aufgebaut und mir Bethel empfohlen. Glaub mir, ich freue mich sehr auf ein Leben in Bethel und habe mich so sehr mit dem Leben dort auseinandergesetzt, dass ich eigentlich schon genau weiß, wie ich dort mein Leben gestalten und aktiv sein werde. Aber manche Zweifel bleiben. So glaube ich z.B., dass ich nicht länger als ein halben Jahr in dem Wohnheim für junge Erwachsene sein werde, habe ich bereits drei Jahre einen eigenen Haushalt geführt. Außerdem bin ich jemand, der, wenn er einen ausgefüllten Alltag und einen guten Bekanntenkreis hat, gerne abends in seiner Bude auch alleine ist. Aber wenn du mir noch etwas über den Alltag z.B. in einem Wohnheim oder ähnlichem berichten kannst, wäre ich dir sehr dankbar. Wie hast du noch so das Leben dort wahrgenommen oder gestaltet? Gruß,
Heintje.


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