Wütend

Anton, Wednesday, 20.04.2011, 17:26 (vor 5599 Tagen) @ tanguera

Hallo Tanguera,

wenn ich in die Klinik gehe, habe ich Folgendes vorbereitet. Wenn das nicht fertig ist, gehe ich gar nicht erst los. Und zwar schreibe ich auf Blatt folgende Punkte:

Erstens:
Die aktuelle Medikation.

Zweitens:
Unter der Überschrift „Verteiler“ steht zuerst mein Name. Oder man kann auch schreiben, Patient erhält sowohl den vorläufigen als auch den ausführlichen Arztbericht.
Außerdem die Ärzte, bei denen ich es als sinnvoll erachte, dass sie einen Arztbericht erhalten.

Du hast ein Anrecht auf den vorläufigen als auch auf den ausführlichen Bericht. Dein Anspruch verjährt nach 30 Jahren. (Es gibt nur wenige Ausnahmen, bei denen ein Patient kein Anrecht auf den Arztbericht hat, zum Beispiel bei Berichten, die inhaltlich zu sehr mit der Psyche des Patienten zu tun haben). Mit dem Arztbericht in der Hand kannst Du die unklaren Punkte mit dem jeweils zuständigen Mediziner besprechen.

Wegen der unwahren Dinge in dem Bericht solltest Du die Epilepsie-Klinik anschreiben. Das Schreiben an die Klinik sollte keinesfalls unqualifisiert sein. In aller Höflichkeit würde ich schreiben:

Bei Durchsicht des mir vorliegenden Arztberichts vom 01.02.2011 sind mir einige Fehler ins Auge gestochen, die mich möglicherweise in ein ein falsches Licht stellen.

Sie schreiben, es sei meinerseits ausdrücklich gewünscht worden, die Medikamente abzusetzen. Das ist schlichtweg falsch. Richtig ist vielmehr, dass ich mich in Ihre Klinik begeben habe, um die aktuelle Medikation zu besprechen.

Ferner wird in dem Bericht behauptet, ich habe bestritten, unter Muskelzuckungen zu leiden. Auch das ist ein Fehler. Richtig ist, dass ich die Klinik aufgesucht habe, um den Grund dafür zu finden, mit der Hoffnung, die Beschwerden abzustellen.

Völlig falsch ist Ihre Behauptung, ich habe weitere Untersuchungen abgelehnt. Richtig ist vielmehr, dass ich großes Vertrauen zu den Ärzten habe, und mir schon oft geholfen worden ist. Die mich behandelnde Neurologin Frau (Deine Neurologin zu Hause) erhält Ablichtung dieses Schriftsatzes.

Mit freundlichen Grüßen
Tanguera

Hinweis: Das Schreiben eines Berichts kann sehr lange dauern. Woran das liegt, kann ich nicht sagen. diesen Punkt würde ich in einem Schreiben nicht monieren.

Es grüßt herzlich
Anton

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Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Bitte wenden Sie sich an ihren Neurologen!

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