Psychische Probleme, Epilepsie

gravel, Sunday, 04.09.2011, 00:14 (vor 5463 Tagen) @ gravel

Naja, es gibt halt schon ein paar gute Freunde, mit denen ich darüber reden kann, aber vielleicht sollte ich auch Mal andere Menschen mit Epilepsie kennen lernen. Wenn ich allerdings unter zu vielen Menschen bin fühle ich mich total gehemmt. Ich habe Probleme, mit denen

Nebenbei würde mich ein Sport momentan zeitlich überfordern (ich habe mal für 2 Monate Fitness gemacht, aber schnell keinen Spaß mehr dran gefunden. Früher viel Tennis und Schwimmen usw. Mit Schwimmen könnte ich vielelicht wieder anfangen.). Termine beim Epileptologen zu bekommen ist nicht so einfach. Ich würde auch nicht gerne zu einem normalen Neurologen gehen wollen, der sich auf dem Fachgebiet nicht so gut auskennt. Meinen letzten Termin habe ich wegen der Arbeit abgesagt.

Tja, ich könnte mir vorstellen, dass ich ein Stoffwechselproblem habe. Ich bin 175 cm groß, wiege so um die 60kg (Waage ist leider defekt) und esse normalerwesie viel und gesund. Manchmal habe ich richtige Fressattacken und selten Magenschmerzen und bekomme nichts runter. Ich muss nicht drauf achten, was ich esse. Ich finde zwar, dass ich zu dürr bin, aber eine gute Muskulatur habe. Mehr geht natürlich immer.

Ich bin verunsichert und wundere mich, was mit mir geschieht. Ich höre wieder etwas mehr Musik um auf andere Gedanken zu kommen und nicht an Selbstmord zu denken.

Ich hoffe, dass es an den Tabletten liegt und ich an das originale Lamictal, was ich eigentlich wegen relativ geringen Nebenwirkungen geschätzt habe wieder drankomme. Ich finde es auch ziemlich scheiße jedes Mal die 10€ zu zahlen muss, wenn ich meine Medis hole und dafür bekomme ich noch ein Generika. Ich bin krankenversichert und dann wollen die mich noch "abzocken".

Ich bin zwar nicht behindert, aber überlege mir wegen den Vergütungen einen Schwerbehinmdertenausweis zu beantragen. Muss man dem ARbeitgeber mitteilen, dass man einen Ausweis hat oder kann der das irgendwie erfahren bzw hat man andere Nachteile. Mein Arbeitgeber weiß nicht, dass ich Epi habe und das soll auch so bleiben. Sind vergütungen, wie eine Vergünstigung des Internetanschlusses und der Bezug von Medis auf Rezept ohne die 10€ möglich.
Ich würde mir das vorher noch gründlich überlegen und das wäre keine Antscheidung vom einen auf den anderen Tag. Der Gedanke ist mir nur heute gekommen.

Die Demotivation scheint im Einklang mit der Depression zu stehen. Ich habe schon versucht mich zu motivieren oder aufzuraffen, aber fühle mich dann jedes Mal schlecht und lerne zum Beispiel etwas, aber merke mir das meiste nicht, weil es mich nicht interessiert. Auch nach mehrmaligem Lesen. Lese ich ein interessantes Buch oder einen Artikel kann ich viel wiedergeben.

Noch Mal zu Mitteln, wie Modafinil: Ich finde es unfair sich dadurch Vorteile gegenüber anderen zu verschaffen, aber unsere Gesllschaft ist auf Leistung aufgeaut und getrimmt. Wen wundert es noch, dass solche Mittel so viel Missbraucht werden. Ich könnte mir vorstellen, dass die Benutzung von solchen Mitteln im Studium und der Arbeitswelt, wie auch unter Umständen Schule zunehmen könnte, weil die Anforderungen immer höher gesetzt sind und die Menschen auch viel weniger schlafen.

Die Krampfschwelle wird durch solche Mittel wohl auch stark wegen dem u.U. stark verminderten Schlaf getriggert. Wahrscheinlich haben auch die Wirkstoffe einen Einfluss auf das Gehirn, dass sich sie Krampfschwelle erhöht. Das Risko ist auf jeden Fall gegeben. Überdenken werde ich so einen Schritt auf jeden Fall, aber mich interessiert es auch einfach so, wie die wirken.

Bevor ich zu einem Antidepressivum greife, werde ich noch abwarten, weil die Nebenwirkungen nicht ohne sind und die auch kontraproduktiv wirken können. Die sind ja zur dauerhaften Einnahme gedacht und so viele Stoffe im Gehirn zu haben, wäre schon ziemlich beängstigend.


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