Psychische Probleme, Epilepsie
Soweit ich weiß, sollte doch Lamotrigin u.a. eine stimmungsstabilisierende Wirkung haben (sage ich als Halbwissende; zumindest bei mir funktioniert das aber auch tatsächlich).
Nein, dass stimmt nicht zwangsläufig. Es kann stimmungsaufhellend wirken, was ich vom Lamictal (GSK) etwas gemerkt habe. Allerdings nehme ich momenatn ein Generika. Es wirkt ja nicht bei jedem gleich. Selbst richtige Antidepressiva können ganz paradox wirken. Besonders in der Anfangsphase werden manche Patienten noch stärker depressiv und begehen tatsächlich wegen der paradoxen Wirkung Suizid. Selbst Lamotrigin kann Depressionen auslösen oder verschlimmern.
Wegen der depressionsbedingten Trägheit zu einem leistungssteigernden Mittel zu greifen, halte ich für falsch. Vielleicht hast Du Glück und kommst ohne erneute Anfälle über diese Phase. Aber es wäre nur eine kurzfristige Lösung. Die längerfristige Lösung könnte sein: krankschreiben lassen und die Prüfungen verschieben. Das ist Papierkram, aber ich denke, es wäre in Deinem Fall der bessere Weg.
Prüfungen oder ähnliches zu verschieben wäre keine sinnvolle Lösung, weil das ein Rückzug bedeuten würde. Große Vorteile verschafft man sich durch sowas ganz bestimmt nicht. Außerdem ist sowas sehr auffällig. Ich würde leistungssteigernde Mittel nie auf Dauer nehmen wollen, sondern nur in Ausnahmesituationen. An Ginko habe ich auch schon gedacht, aber das soll wohl noch eher Anfälle auslösen.
Deine Eßstörungen lassen mich nämlich auch hellhörig werden. Mit "einfach mal aufraffen" ist es bei Depressionen meist nicht getan.
Von Essstörungen im normalen Sinn war nie die Rede. Insgesamt esse ich sogar ziemlich viel, aber habe eine schnelle Verdauung (kann ja u.U. an der Schilddrüsen o.A. liegen)
Es gibt einige Dinge, die mit einem Behindertenausweis günstiger werden (können, je nach Prozentzahl und Merkzeichen); der Internetanschluß gehört definitiv nicht dazu.
Ich bin mir ja noch nicht sicher, ob ich den Ausweis beantragen möchte. Ich versuche ans Lamictal von GSK wieder ranzukommen. Vielleicht geht es mir dann auch schon wieder etwas besser. Antidepressiva würde ich erst Mal vermeiden wollen, weil das MAO-Hemmer sind und die Nebenwirkungen nicht ohne sein können. Auch die psychische Veränderung ist krass. Ich kenne depressive Menschen und auch einen, der Medikamente nimmt. Die sind nicht ganz ohne. Wenigstens gehe ich noch vor die Tür und arbeite. Die Arbeit gibt mir eigentlich keine zu starken negativen Gefühle. Es ist neutral. Wenigstens ist mein Status auf der Arbeit nicht so schlecht und bisher bin ich auch so ganz gut angekommen und wurde nicht als komsicher Typ abgestempelt, weil ich schon versuche mich engagieren und etwas Kontakt mit Mitarbeitern aufzubauen. Anvertrauen werde ich ganz bestimmt keinem, dass ich Epilepsie habe.
Alles Gute!
Danke!!!
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gravel,
03.09.2011, 15:39
- Psychische Probleme, Epilepsie - huge88, 03.09.2011, 17:54
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04.09.2011, 00:14
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teilchenschubse,
05.09.2011, 12:28
- Psychische Probleme, Epilepsie - gravel, 05.09.2011, 18:05
- Psychische Probleme, Epilepsie - bigback, 07.09.2011, 14:06