Aura, weil wieder emotional erpresst

Mondenkind, Wednesday, 11.07.2012, 13:03 (vor 5150 Tagen) @ mascha

Hallo mascha,

Sie lehnte ab :
Seniorenheim, Arzt, Medikamente, Essen auf Rädern, Putzfrau, Gärtner, Einkaufshilfe etc
Ich kann nicht mehr!! Meine Frage nun: wieviel muss eine Tochter für ihre Mutter leisten? Ich sorge quasi schon mein Leben lang für ihr Wohlergehen. War in der Familie immer dafür da, dass es allen gut geht. Ich habe selber einen Mann, 2 Kinder, einen Enkel, 2 Pferde, einen großen Garten, einen Haushalt und einen Minijob.

Das kenne ich von der Oma meines Mannes, eigentlich eine ganz liebe, meinte, dass sie alles alleine hinbekommt. "C. kommt doch jedes Wochenende und macht meine Medikamente, P. und M. kommen mehrmals die Woche vorbei, das reicht doch".

Aber irgendwann ging es eben nicht mehr. Doch ins Heim?? Um Gottes Willen - nie im Leben. Also, was dann? Mein Schwiegerpapa informierte sich über Haushaltshilfen für Senioren aus den Oststaaten. Oma war zwar skeptisch (wir wussten ja ebenso wie sie nicht, was auf uns zukommt), aber sie akzeptierte.
Mittlerweile kommen seit fast 5 Jahren Frauen aus den Oststaaten zu Oma (je ca. 6 - 10 Wochen), mittlerweile wechseln sich quasi immer 3 ab und mit ihnen sind wir sehr zufrieden. Sie gehören, wenn sie da sind, quasi zur Familie. Wenn Oma zum Geburtstag eingeladen wird, ist klar, dass ihre Hilfe dann auch mitkommt.

Oder bei Geburtstagen oder Weihnachtsfeier bei Oma ist auch klar, dass sie mit bei uns am Tisch sitzt bzw. sie dann auch mal Pause hat und nicht wegen allem aufspringen muss, sondern dann auch wir mal was machen.

Mittlerweile geht es Oma nicht mehr so gut, und es wenn sich mein Schwiegerpapa und seine Geschwister damals nicht dafür entschieden hätten, würde Oma jetzt wahrscheinlich doch irgendwo in einem Heim sein. Aber so können sie Oma wahrscheinlich den Wunsch erfüllen, irgendwann zu Hause zu sterben.

Lieben Gruß
Mondenkind

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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)


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