Medikamentöse Behandlung oder vllt doch OP?
Hallo Foto_91,
bei mir (36) braucht es über 30Jahre (habe die Epilepsie seit meinem 2. Lebensmonat) bis ich die Epilepsie in den Griff bekommen habe. Ich war auch in mehreren Kliniken wegen der Epilepsie (Kehl Kork, Bonn, Tübingen, Freiburg) um zu schauen ob ich nicht operiert werden kann bzw. zur Umstellungen von Medikamenten.
Ich lies sehr viele Untersuchungen über mich ergehen. Sogar eine OP um ein Langzeit EEG zu machen, wo die Elektroden unter die Kopfhaut rein operiert wurden. Da beim normalen Langzeit EEG nichts zu finden war. Ebenso wurde bei mir auch das Nervus Vagus gerät reinoperiert, aber das brachte mir nichts, da die Aura zu kurz zuvor war. Ebenso lies ich ein Bestrahlungsgerät reinopierieren, dass das Gewebe das Anfallsauslösers bestrahlen sollte. Durch die Bestrahlung sollte der Anfallsherd vernichtet werden. Aber diese OP ist zwei mal schief gelaufen. Bei diesen beiden OP`s war ich auch einer der ersten, bei der das gemacht wurde. Daher hatten die Ärzte mit dem Bestrahlungsgerät auch nicht viel Erfahrung damit.
Das Ergebnis nach den viele Untersuchungen war, das ich nicht richtig operiert werden konnte, da der Anfallsauslöser am Gedächnis sitzt.
Und die OP um den Anfallsherd herauszuschneiden, war mir zu risikant.
Deswegen wurden bei mir mit damals neuen Medikamenten rum experiertiert, da ich alle Medikamente die auf dem Markt waren hatten. Ich hatte im Monat ca. 15 schwere Grandmal Anfälle.
Seit ca. 14 Jahren gehe ich in eine Selbsthilfegruppe für Epileptiker und seit 5 Jahren leite ich selber eine Epilepsieselbsthilfegruppe. Vor 6 Jahren hörte ich dort auch vom Keppra. Deswegen sprach ich meinen Neurologen an. Er meinte, es sei zu schwach für meine Anfälle. Da ich es aber testen wollte, probierten wir es aus.
Ich hatte immer noch Anfälle. Aber es wurden weniger. Da die das Keppra vertragen habe, erhöhte er immer wieder die Dosis, da ich es gut vertragen habe. Es wurden weniger Anfälle. Mit 4500mg Keppra und 1800mg Trileptal wurde ich Anfallsfrei. In der Zwischenzeit wurde das Keppra auch auf 4000mg reduziert sowie das Trileptal auf 1200. Jetzt bin ich damit auch schon 6 Jahre Aanfallsfrei.
Wenn Du das Keppra gut verträgst und keine großen Nebenwirkungen hast, würde ich es probieren nochmals zu erhöhen. Aber es ist auch nicht schlecht, wenn Du mal in eine Klinik gehst, die eine reine Epilepsiestation haben. Die Untersuchungen gehen vorbei. Aber dann weist Du, woran Du bist, ob Du überhaupt operiert werden kannst.
Ich hoffe ich konnte Dir helfen. Gib nie die Hoffnung auf. 
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Foto_91,
11.07.2013, 18:46
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Hape,
11.07.2013, 21:46
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Mondenkind,
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kernerin,
12.07.2013, 13:03
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Brummi,
13.07.2013, 11:25
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steffig,
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steffig,
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14.07.2013, 16:00
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