Ängste
Hallo Naberchen,
Mußte mich mit Epilepsie erst im hohen Alter befassen. Meningeom und nun die von de OP hinterlassene Narbe, 3 GM-Anfälle, immer "drinnen". Wurde auf Lamotrigin eingestellt und war seit fast vier Jahren GM-frei. Hat mich aber im Juli wieder erwischt und zum ersten Mal "draußen" auf dem Fahrrad während ich die Tour sogar selbst leitete. Wachte wieder im KKH. Hat mich ganz nach unten gezogen.
Und auch eben die Angst: Was passiert, wenn es draußen? Nicht mehr alleine rausgehen?
Dann rational die Folgen überlegen und Gegenmittel möglichst vorbereiten. Einen Zettel mit kurzer Diagnose, Telefonnummer von Tochter und Nichte im Porte-monnaie, wie von Huge empfohlen. Aber nicht so gut gedacht wie er: Der Zettel ist zwar sichtbar aber in einer Nebenfalte. Ich werde ihn nun zur Gesundheitskarte stellen, vielleicht vorsorglich in jeder Tasche einen entsprenchenden Zettel stecken, danke Huge! Ach ja, zweisprachig auch noch.
Die Scheckkarte nehme ich nur, wenn ich sie wirklich brauche. Geld immer wenig - Schützt außerdem vor zu schnellem und unnötigem Kauf
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Handy auf Prepaid umgestellt. Wird es gestohlen, kann der Übeltäter bestimmt nicht nach L.A. anrufen. iPhone habe ich nicht.
Auto fahren steht für mich nicht auf dem Programm, nie den Führerschein gemacht. Auf das Fahrrad will ich aber nicht verzichten. Ist für mich Lebensqualität. Aber immer mit Helm - mache ich sowieso seit fast 20 Jahren. Aber nur wenn ich wirklich Lust dazu habe, auf verkehrsvernünftigen Wegen. Ich war mit starrem Blick aber selbständig vom Rad abgestiegen, in der kleinen Gruppe gab es eine nette effiziente Freundin, also konnte ich mir den Anfall "leisten". War wohl eine Reaktion auf einen fremdverschuldeten Sturz am Vortag.
Inzwischen fühle ich mich wieder "leichter" und fahre wie üblich. War auch alleine in einem See schwimmen (Pfui! Bitte mich nicht beim Neurologen verraten!!
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Geradelt bin ich seit einem Monat an die 800 km (kein Tippfehler!).Und wieder einen Anfall "draußen"? Schließlich gibt es auch Leute, die wegen Herzproblemen, Unterzucker, Schlaganfall oder wer weiß was, gar Alkohol, bewußtlos zum Boden fallen.
Deine jetzige Angst - oder gar Panik - verstehe ich sehr wohl. Aber überlege ein paar Vorsorgemaßnahmen, vermeide vermeidbare Risiken und kehre zum normalen Leben zurück.
Alles Gute
mezeg
P.S. addiere 20 Jahren zu Deinem Alter und dann sind wir beisammen
Lässt du dir von diesem Herrn etwa vorschreiben, was du zu tun und zu lassen hast?
Außer Auto fahren wurde alles so gemacht wie vorher:
Schwimmen gehen ins Wellenbad, Rutschen, vom Dreier springen, Tauchen, usw.
Selbst wenn er wusste, was ich in meiner Freizeit unternahm: Der konnte mich mal kreuzweise.
Gruß
Mr. Tom
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Naberchen,
21.08.2015, 12:39