Epilepsie-OP Erfahrungen

Anton @, Samstag, 19.11.2022, 18:47 (vor 11 Tagen) @ Curtix90

Du hast in meinem Beitrag lesen können, wo es drauf ankommt, um frei von Rezidiven zu bleiben. Oberstes Gebot: Die Medikamente müssen weiterhin pünktlich genommen werden. Wenn Du in der Reha-Klinik warst, in der ich nach der OP auch gewesen bin, dann weiß ich, mit welchem Pfleger Du nicht zurechtgekommen bist. Es ist aber einmal so im Leben, es gibt Momente, da befindet man sich in einer Abhängigkeit, da ist es dann besser zu schlucken als die Sachen zu packen. Ich bin 5 Wochen dort gewesen und habe viel gelernt über ein Leben ohne Anfälle. Wie gesagt, vieles hat mir nicht gepasst, aber ich habe die Sicherheit genossen, die OP-Klinik gleich in der Nachbarschaft zu haben, wenn es etwas zu fragen gegeben hätte, wäre ich herüber gegangen und mir wäre geholfen worden. Oder, was auch passieren kann nach großen Kopfoperationen: Hirnwasserzirkulationsstörungen! Da kommt es dann darauf an, dass man eine Fachklinik in der Nähe hat, sonst kann ganz schnell etwas schief gehen. Oder zu Entzündungen kommt es auch oft. Ich kann dir nur den Rat ans Herz legen, die von er Klinik angebotenen Kontrolltermine wahrzunehmen und bei Fragen dort vorstellig zu werden.
Und wenn die Behandlung in der Epilepsie-Klinik abgeschlossen ist, solltest Du unbedingt weiterhin einmal vierteljährlich den Neurologen zu Hause aufsuchen, der verordnet dir dann Medikamente, macht ein EEG und nimmt eventuell Blut ab. Du musst jetzt selbst am Ball bleiben, Du bekommst keine Extra-Einladungen. Und weiterhin ein gutes Verhältnis zur Epilepsie-Klinik solltest Du haben. Denn Du weißt nicht, was morgen ist. Ich wünsche dir bei der Bewältigung dieser Probleme viel Kraft.

--
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion