Was passiert in Epilepsie-Ambulanz?

Relaia, Thursday, 14.04.2011, 23:13 (vor 5605 Tagen) @ tanguera

Hallo tanguera,
in etwas abgeschwächter Form kenne ich das auch. Manchmal wache ich auf und fühle mich, als wäre ich z.B. auf der Berghütte, in der ich als Kind öfters meine Ferien verbracht habe. Wenn ich dann aufstehe bin ich meist total desorientiert und weiß nicht, wo ich eigentlich bin. Das ist zwar ein komisches Gefühl, aber nicht wirklich schlimmm. Vielleicht deshalb, weil ich mich auf der Hütte immer sehr wohl gefühlt habe. Meist legt sich das Gefühl nach 20 bis 30 Minuten.
Hin und wieder, wenn auch relativ selten, passiert es mir aber, dass ich irgendwo bin, wo ich mich eigentlich auskennen müsste, z.B. am Stall bei meinem Pferd oder zu Besuch bei meiner Tante, und ziemlich plötzlich einen "Aussetzer" hab, vielleicht eine leichte Form von Abcencen, ich weiß es nicht genau, und anschließend überhaupt nicht mehr weiß, wo ich bin, wie ich dort hin gekommen bin, was ich dort soll und auch oft die Leute dort, die ich eigentlich kenne, plötzlich nicht mehr erkenne. Also so, als wäre mir das alles völlig fremd. Manchmal bin ich dann auch schon so in Panik geraten, dass ich weggelaufen bin.

Dass du zu früh geboren wurdest, finde ich sehr interessant. Es klingt ja recht wahrscheinlich, dass das bei dir eine Rolle spielt. Hast du deinen Neurologen mal gefragt, was er dazu meint?
Ich wurde auch zu früh geboren, allerdings nicht wirklich problematisch, nur ein paar Wochen. Allerdings ging meiner Mutter bei der Geburt die Puste aus und ich wurde mit der Saugglocke geholt. Gut möglich, dass ich dabei Sauerstoffmangel hatte. Glücklicher Weise meinte der Neurologe, ich hätte keinerlei erkennbare Schädigung dadurch erhalten, dass es aber trotzdem eine Auswirkung hat, konnte er natürlich nicht ausschließen.

Was ich mal fragen wollte: kennst du, oder jemand anderes, eigentlich eine Methode, Anfälle zu verhindern oder abzuschwächen, wenn du merkst, es kommt etwas?

Viele liebe Grüße,
Relaia


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