HILFE- psychogene epilepsie

gwinneth70, Thursday, 20.09.2012, 18:56 (vor 5079 Tagen)

hallo, ich bin neu hier

ich bin psychogener epileptiker-das bedeutet u.a. auch, dass mein EEG immer ohne befund ist.darum hat es lange gedauert,bis ein arzt herausgefunden hat,was mir eigentlich fehlt.bin jahrelang als hypochonder abgestempelt worden.als damals alleinerziehende war keiner bei den anfällen dabei.erst als ich im jahr 2000 einmal einen anfall bei einem besuch bekam&dann direkt in der praxis des neurologen noch einen,hat man mir geglaubt,dass irgendwas nicht mit mir stimmt.selbst direkt nach dem anfall war das EEG völlig normal.

ich bekomme die anfälle nicht direkt in den stresssituationen,sondern in den erholungsphasen-und es muss schon extremer streß über wochen&monate sein.
man hat mich dann versucht,medikamentös einzustellen-aber das brachte nichts,weil es ja keine körperlichen auslöser gibt.
die nebenwirkungen waren so extrem,dass ich am normalen leben nicht mehr teilnehmen und mich auch nicht mehr um meine tochter kümmern konnte.ich hab die medikamente abgesetzt&trotzdem wurden die phasen zwischen den anfällen immer länger- es war eine sehr entspannte zeit, zwar auch mit problemen- aber keinen krassen stresssituationen.

ich hatte dann mehrere jahre keinen anfall mehr,sodass mein ex-mann und ich beschlossen haben,doch eine schwangerschaft zu versuchen-mein ex-mann wusste vom ersten tag über meine krankheit bescheid-er war der besuch,der mir damals zum ersten mal sagen konnte,was mit mir passiert.
meine kleine tochter wurde 2005 geboren&es folgten noch 2 anfallsfreie jahre-bis ich 2007 mitbekommen habe,dass mein ex ein verhältnis mit meiner freundin hatte und er nur noch sporadisch nach hause kam und mir kinder,hunde,haus& haushalt,finanzen und alles andere aufs auge drückte und das mietgeld dafür benutzte,um mit ihr in urlaub zu fahren.

dieser druck über einige wochen reichte,um zweidrei anfälle auszulösen.aber noch immer kümmerte er sich weder um seine tochter noch um irgendwas anderes.
erst nach der offiziellen trennung brachte er die kleine nach einem besuch nicht mehr zurück(komischerweise nachdem ich UVG beantragen MUSSTE-lt. amt)&ging 4-5 monate nach meinem letzten anfall zum jugendamt,weil das kindswohl in gefahr sei.

nach 1 1/2 jahren prozess und begutachtung,in denen wir im wechsel wöchentl unsre tochter hatten,wurde das aufenthaltsbestimmungsrecht von der richterin an ihn gegeben-ohne berücksichtigung des anfallsleidens-weil es ja scheinbar während der wöchentl wechsel keine gefahr fürs kindswohl gegeben hat.
der angegebene grund war,dass wir beide gleichgut geeignet sind für die erziehung unserer tochter,aber dass die familiensituation bei ihm mit neuer frau und neuem baby eher gegeben wäre als bei mir als alleinerziehende.das sorgerecht blieb geteilt.

die ganze zeit haben wir versucht, unsre tochter aus allem rauszuhalten.sie sollte nicht belastet werden.ich hatte ein großzügiges umgangsrecht-->3wochenenden monatl von freitag mittag bis sonntag abend.wir konnten immer über die zeiten reden-es war nicht statisch sondern so,wies allen passt.sehr entspannt-seit etwa einem jahr lief es richtig gut.

jetzt hatte ich dummerweise genau in den ferien,als meine tochter bei mir war,nach langem einen anfall.die umstände waren etwas tragisch&für die kleine total erschreckend-was absolut verständlich ist!im nachhinein haben wir(meine große tochter(21jahre),ich,mein jetziger mann)uns auch viel zeit genommen,mit ihr darüber zu reden und es ihr zu erklären.wir hatten vorher schon mit ihr geredet-aber vorsichtig,weil ich ihr nicht mehr angst machen wollte,solange sie es nicht mitbekommen hat.

mit meinem ex habe ich nicht geredet,weil ich seine reaktion befürchtet habe-weil ich angst hatte,dass er mir meine kleine nimmt.

ich mach meiner tochter keinen vorwuf,dass sie es ihrem vater erzählt hat-aber es ist genau so gekommen,wie ich es befürchtet habe:seitdem(seit5wochen)habe ich sie nicht mehr gesehen!er war sofort beim jugendamt.
ich heule seit einer woche jeden tag.bei telefonaten wird mir aufgelegt,wenn ich nicht so reagiere wie sie sich das vorstellen,meine bitten,mir den ansprechpartner zu nennen,wurden ignoriert.jetzt hat sich das jugendamt bei mir gemeldet&ich habe nächste woche dort einen termin.

meine fragen:

wie man sich sicher vorstellen kann bin ich fix und fertig mit den nerven-gebe mir aber die größte mühe,ruhig zu bleiben,damit ich nicht in den nächsten anfall reinrutsche einen solchen möchte ich jetzt nicht auch noch provozieren).
ich hoffe so sehr,dass mir irgendjemand einen rat geben kann oder eine sonstige hilfe.

vielen dank!
gwinneth


gesamter Thread: