neues EEG

mezeg, München, Thursday, 27.09.2012, 22:50 (vor 5071 Tagen) @ Musica

Du sprichst immer von Auren. Wie sind die? Und warum sind sie nach der OP überhaupt noch da? Anfälle hast Du nicht mehr?Wie waren die vor der OP? Wegen dem Medi oder aufgrund der OP? Du kannst Dich ja ganz kurz fassen! LG,Musica

mich kurz fassen... :-D :-D ich werde es versuchen.

Vor der OP waren die GM-Anfälle nur nachts und daher lange nicht identifizier- und zählbar. Bin "einfach" aus einem tiefen, dunklen Schlaf (so habe ich es erfunden) im nassen Bett aufgewacht, etwas worüber man in meinem Alter nicht spricht :-( :-( . Am nächsten Tag war ich vollkommen erschöpft.

Nach der OP zuerst gar nichts, solange ich Keppra nahm. Dann Aura - nicht identifiziert - komplette Sprachunfähigkeit mehrere Minuten lang und das mit einer Landsmännin. Kam etwa 2 Wochen später der erste GM tagsüber, eine Stromwelle von rechts nach links, verschwommene Erinnerung, nächste Stromwelle, erwachte im Bett. Gekrampft hatte ich wenn bewußtlos. Ab dem Moment bekam ich Lamotrigin.

Das 2. Mal als Aura ein schwer definierbares Malaise, vielleicht wie wenn der Kreislauf schlagartig abrauscht. Habe nicht verstanden, was es bedeutet, mich auf die Kante der Badewanne hingesetzt und wachte wieder im Bett. Das 3. Mal auch Stromwelle, die Tochter war auch da. Lamotrigin wurde auf 100 - 0 - 100 erhöht.

Die Auras sind wohl bei mir abgeblockte Anfälle: Übelkeit, die vom Magen heraufkommt, verschwommene Erinnerungen - manchmal unter Strom, nicht immer -, aufsteigende unerklärliche Angst - so schnell bekomme ich normal nicht Angst -, komisches Gefühl. Alles was ich früher nicht empfand.

Letzte Woche wieder dieses Malaise wie vor dem 2. GM, kam aber viel langsamer und schwächer hoch, habe mich beunruhigt lieber hingesetzt und dann aufs Bett gelegt, war danach sehr müde. Bis zum Anfall ist es aber nicht gekommen. Und oft "schwimmt mir etwas in der Suppe", manchmal kann ich es unterdrücken, wenn ich mich ablenken kann.

Damit könnte ich gut leben, habe aber Angst, daß es zum GM entarten könnte. Und der Neurologe will mich partout "beschwerdefrei" kriegen.

Diese nun nach der OP andere Epilepsie beruht auf die Narbe im OP-Gebiet, das Gewebe hat sich in der Umgebung verschlechtert und das Ödem, das mir auch auf das Gehirn drückte, hat sich (noch?) nicht resorbiert. Mache Dich aber deswegen bitte nicht verrückt: Es mußte doch bei mir ein sehr großes Meningeom - koste was es wolle - entfernt werden und das Mistviech hatte schon Schäden verursacht.

mezeg

P.S. am 4. Oktober kann ich feiern: ein ganzes Jahr ohne GM... :-P :-P


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