Mit den Nerven fertig als Angehöriger

Marathon, LK Weilheim-Schongau, Tuesday, 04.06.2013, 13:02 (vor 4821 Tagen) @ seba

Man muss da natürlich realistisch bleiben, trotz aller Hoffnung. Was jetzt aber nicht unbedingt was bedeuten muss.

Das gibt es durchaus, das Menschen mal einen oder zwei, drei Anfälle hatten und dann wie von selbst Jahrelang beschwerdefrei leben. Dennoch gibt es dafür keine Gewissheit, das es auch so bleibt. Den regelmäßigen Gang zum Arzt sollte man auf jeden Fall machen, auch wenn es einem gut geht. Das kann auch versicherungstechnisch zum persönlichen Vorteil sein, wenn der Neurologe eine anfallsfreie Zeit dokumentieren konnte. Aber das ist ein Thema, das muss für dich nicht sofort in Frage kommen.

Neben den Untersuchungen, Medikamenten usw. gibt es auch ein paar Dinge im Alltag, die man beachten kann um somit zumindest gewisse Auslösefaktoren zu minimieren.
Mein Neurologe hat mir folgendes empfohlen, was für deine Frau sicherlich auch ratsam ist:

-Wichtig ist, das sie regelmäßige Bettzeiten einhält, auf genügend Schlaf achtet. Schlafmangel gilt als großer Risikofaktor.

-Ich denke mal das sie wegen ihrer Vorerkrankung Alkohol sowieso meidet bzw. sehr wenig davon trinkt. Falls nicht, sollte Alkohol möglichst eine Ausnahme bleiben.

-Beim Fernsehen sollte auch eine Lichtquelle im Raum sein, nicht im Dunkeln gucken. Durch zusätzliches Licht wirken flackernde Bilder aus dem TV nicht so stark reizend.

Ich für mich persönlich habe einige Lebensmittel auf dem Einkaufszettel nicht mehr stehen, vor allem Produkte in denen Glutamat (E621) oder Hefe-Extrakt enthalten ist:

Fertiggerichte, Chips & Erdnussflips, Maggi, Brühwürfel.

Sonstige Produkte kann man meiden: Soja-Produkte, Süßstoff Aspartam, Paracetamol, Aspirin (Ibuprofen ist unbedenklich).


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