Schwerbehindertenausweis

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 10.08.2014, 11:11 (vor 4389 Tagen) @ Herzblutmami

Professor Elger ist nun wirklich eine Koriphähe auf dem Gebiet der Epilepsie. Wie können Sich da irgendwelche Sesselp... anmaßen das Gegenteil zu behaupten ???

Also mal ganz cool bleiben. Die Leute da können auch nur nach bestehenden Richtlinien und Urteilen arbeiten, unabhängig davon, ob der Arzt jetzt ein besonders herausragender Fachmann auf einem Gebiet ist oder nicht - so sie das überhaupt wissen.
Ich bin mir, wenn ich das so durchlese, auch nicht sicher, ob Du Dich diesbezüglich einmal hast richtig rechtlich aufklären lassen.

Ab einer mittleren hirnorganischen Anfallshäufigkeit, für die man für gewöhnlich ja zwischen 60% und 80% bekommt, kann man als erstes für gewöhnlich das Merkzeichen G beantragen. Die Erteilung dieses ist nämlich oft auch eine Voraussetzung für die Genehmigung des Merkzeichens B. Um mal von der Seite der Versorgungsämter zu zitieren:
"Eine Berechtigung für eine ständige Begleitung ist bei schwerbehinderten Menschen (bei denen die Voraussetzungen für die Merkzeichen "G", "Gl" oder "H"vorliegen) gegeben, die bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln infolge ihrer Behinderung regelmäßig auf fremde Hilfe angewiesen sind. Dementsprechend ist zu beachten, ob sie bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel regelmäßig auf fremde Hilfe beim Ein- und Aussteigen oder während der Fahrt des Verkehrsmittels angewiesen sind oder ob Hilfen zum Ausgleich von Orientierungsstörungen (z. B. bei Sehbehinderung, geistiger Behinderung) erforderlich sind."

Ich bin ständig auf fremde Hilfe angewiesen, fahre natürlich kein Auto und kann alleine nirgendwo hin... Aber was soll man da machen? Man ist den Behörden da ausgeliefert... Machtlos...

Machtlos ist man bei sowas nie. Zur Not bleibt immer noch der Rechtsweg. Dafür ist, wie gesagt, eine gute Beratung erst einmal notwendig. Meist kostenlose Ansprechpartner, um Dich erst einmal so besser zu orientieren, findest Du bei vielen karitativen Einrichtungen.

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil


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