Stress durch Epilepsie

mezeg, München, Wednesday, 13.01.2016, 14:20 (vor 3868 Tagen) @ chrissie

Hallo Chrissie,

ich kann nur Dir vollkommen zustimmen! Bin zwar selber nicht so stark betroffen und erst seit kurzer Zeit, es belastet aber schon und die Akzeptanz hängt nach.

Aber ich MUSS ebenfalls was machen. In Prinzip ziemlich egal was, Hobbies & Co natürlich besonders wichtig. Habe oft mehrere "Baustellen" gleichzeitig in Arbeit und alle werden nicht immer bis zum Ende durchgeführt aber ich habe eben etwas gemacht oder zumindest darüber gegrübelt:

1) Was für eine neue Form als Kuscheltier könnte ich mir jetzt ausdenken?

2) Was mache ich aus dieser Restwolle, die mir eine Freundin überlassen hat?

3) Was für eine Geschichte könnte ich jetzt mit meinen Kuscheltieren für die Großneffen erfinden?

4) Was brauche ich für Accessoires - Schals, Schlitten aus einem Spannkorb, Haus aus den Kartons von... Katzenstreu, Möbeln?

5) Nach welchen Kriterien sortiere ich die alten Familienfotos, um sie zu scannen und dann per CD Schwestern und deren Kindern zur Verfügung zu stellen?

6) Sind die Straßen heute trocken genug, um mit dem Rad eine Runde zu drehen oder sollte ich lieber zu Fuß etwas frische Luft schnappen?

7) Schwimmen im See ist momentan nicht "in" aber die Schlittschuhe aus dem Keller holen? Der dreifache Tulup nicht erforderlich.

8) die ersten Figuren, die ich im Tai Ji-Kurs erlernt habe, versuchen wieder hinzukriegen

9) morgen Italienischkurs

10) Samstag Dreikönigskuchen bei alten lieben Freunden

Die Liste könnte ich fortführen aber das Programm gönnt mir zu wenig Platz dafür...

Sicher es wird nur ein Teil davon bis zum Ende durchgeführt aber ich habe etwas gemacht, Vorfreude bekommen, Freude daran und an das Ergebnis bekommen, neue Ideen für eine weitere Aktion dadurch gefunden.

Es gibt schon Leute, die sich über meine "Kreativität" wundern und sie sogar bewundern, dabei handelt es sich eigentlich um eine wirksame Therapie!

mezeg

jetzt sortiere ich die Fotos und stecke sie in entsprechende Umschläge, bis ich die Zeit zum Scannen und Dokumentieren finde. Ein entfernter Cousin seitens meiner Großmutter hat seinerseits die gleiche Arbeit begonnen, wir tauschen unsere "alte" Fotos aus.


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