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Hallo Jasmin,
ich kann dich sehr gut verstehen! Es ist erst mal ne ziemliche Umstellung, wenn man die Diagnose bekommt. Das ganze Leben gerät irgendwie durcheinander, Dinge die immer selbstverständlich waren sind es plötzlich nicht mehr (Autofahren, Partys, Arbeit,...) und alles scheint komplizierter und unsicherer zu werden. Aber ich kann dir versprechen, man gewöhnt sich an vieles und lernt mit den meisten Dingen umzugehen. Irgendwann gehört es einfach dazu
.
Ich bin 22 und hab die Diagnose auch erst vor etwa einem Jahr bekommen. Hatte etwa seit nem halben, dreiviertel Jahr immer wieder Anfälle, allerdings haben die Ärzte es lange Zeit auf die Psyche geschoben, dann auf Herz-Kreislauf, Schilddrüse ... Erst als es immer schlimmer wurde, ist mal jemand auf die Idee gekommen, Stress-EEGs zu machen und sich die Sache genauer anzuschauen. Es scheint also keine Seltenheit zu sein, dass die Ärzte sich auf irgendwas einschießen und nicht mehr nach rechts und links schauen, ob es auch noch andere Gründe geben könnte
Und leider dauert es auch manchmal recht lange, bis man einen Arzt findet bei dem man sich gut aufgehoben fühlt. Ich drück dir die Daumen, dass dein Arzt nicht nur im Medikamente-Verschreiben gut ist, sondern dir auch Tipps und Hilfestellungen für deine Lebenssituation geben kann. Und es gibt ja auch noch Beratungsstellen und ähnliches
Die Diagnose an sich war nicht der Schock.Eher,dass ich 1 JAhr kein auto fahren darf
Das Problem kenne ich nur zu gut! Ich bin zwei Jahre gependelt, also tagtäglich Auto gefahren und war auch darauf angewiesen (wohne auch etwas außerhalb). Anfangs wusste ich gar nicht wie ich es machen soll, aber das Risiko beim Fahren einen Anfall zu bekommen und einen Unfall zu verursachen ist einfach zu groß. V.a. wenn deine Anfälle plötzlich kommen. Ich denke das könnte niemand verantworten und die Angst oder Sorge würde ja ständig mitfahren und zusätzlich Stress verursachen. Sehr kontraproduktiv
!!! Ich konnte mir jetzt doch eine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln raussuchen, dauert zwar etwas länger aber geht trotzdem und ich habe in der Bahn jetzt viel Zeit zum Lesen und bin mittlerweile sehr fit, weil ich viel, z.T. auch längere Strecken mitm Rad fahre. Man kann alles positiv sehen

Viel schlimmer ist,dass ich meine Abschlussprüfung,die in 2 Monaten wäre,nicht machen kann,da die Gefahr eines Anfalls zu groß wäre.
Das tut mir furchtbar leid für dich! Ist echt total ärgerlich
Aber das bezieht sich doch nur auf den praktischen Teil, oder?
in so einem Fall meine Prüfung auch 1 bis 2 Jahre später machen kann. Wäre natürlich auch eine Überlegung wert,dann wären zumindest die letzten Jahre nicht umsonst gewesen.
Das würde ich an deiner Stelle auf alle Fälle machen! Wenn du gut eingestellt bist, kannst du ja wieder an Maschinen arbeiten (vllt sogar wieder Auto fahren
)
...
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becks09,
17.11.2011, 22:27
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huge88,
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