Geduld, Hass und Angst...

Mr. Tom, Thursday, 20.08.2015, 13:18 (vor 4014 Tagen) @ Green
bearbeitet von Mr. Tom, Thursday, 20.08.2015, 14:56

Hallo Mr. Tom

Ich finde an Bethel gut das man mich da so nimmt mit meiner therapieresitenten Epilepsie
wie ich bin.

Welche Fürsorge meinst du den ...das nur mit drei Leuten raus gehen?

Ansonsten beschreibst Du genau Epilepsiezentren sind nun mal für schwere Fälle
und die kochen auch nur mit Wasser ....hier hat man ja auch gerade gelesen wieder wie enttäuscht jemand von so einem Zentrum ist. Hallo die niedergelassenen Ärzte sind oft auch kompetent.
Und weil Leute mit wenig Anfällen meinen sie müssten in diese Zentren warten andere oft Monate auf einen Termin da.

Gruss Green

Ps. Sorry hast du den noch Anfälle Mr. Tom und warum alle drei Monate zum Arzt?
Tabletten bekomme ich vom Hausarzt.

Hallo Green,

bei einer therapieresistenten Epilepsie ist ein Epilepsiezentrum wie in Bethel für dich sicherlich eine ideale Anlaufstelle.

Mit Fürsorge meine ich, dass man mir immer und immer wieder den Ratschlag gegeben hat, mich von einem Epileptologen und nicht von einem Neurologen behandeln zu lassen. Ich entgegnete, dass ich das nicht möchte. Trotzdem redete man weiter auf mich ein. Die Leute dort akzeptieren es nicht, wenn man "Nein" sagt. Ihr Motto lautet:"Wir wollen doch nur das Beste für Sie." Ja, aber was das Optimale für mich und meine Gesundheit ist, entscheide ich selbst.

"Die (Bethel) kochen auch nur mit Wasser." Hast du das Gespräch zwischen dem Leiter der Selbsthilfegruppe und mir belauscht? Der sagte nämlich exakt das gleiche zu mir.:-D Der fett markierten Aussage kann ich uneingeschränkt zustimmen.

Der Umgang mit den niedergelassenen Neurologen gestaltet sich für mich schwierig. Ich werde weiterhin so behandelt als wenn ich noch Anfälle habe. Das ist seit etlichen Jahren allerdings nicht mehr der Fall. Kürzlich wurde ich gefragt, ob ich meine Anfälle schriftlich festhalte. Wo nichts ist, kann ich nichts dokumentieren! Bin total übertherapiert was zu Nebenwirkungen (große Gewichtszunahme) führte.

Meine Bitte nach Umstellung und Reduzierung der Medikamente wurde in der Vergangenheit mit erhobenen Zeigefinger abgelehnt oder ich solle mich in stationäre Behandlung begeben. In diesem Zusammenhang fiel natürlich erneut das Wort "Bethel". Die wollen einfach nicht begreifen, dass ich davon bedient bin.

Habe jetzt endlich einen Neurologen gefunden, der meiner Bitte nachgekommen ist (vorher gab es wieder Diskussionen). Jedoch habe ich auch dort den Eindruck, dass
es lediglich im Schneckentempo vorangeht.

Sollte sich mein Gefühl bestätigen, werde ich mir abermals einen neuen Neurologen suchen. Insgesamt nagt das Verhalten der Ärzte sehr an meinem Ego. Meine Anfallsfreiheit habe ich aufgrund meines Durchsetzungsvermögens gegenüber den Ärzten ausschließlich mir selber zu verdanken. Nun muss ich diese Eigenschaft ein weiteres Mal an den Tag legen, um Fortschritte zu erzielen. Da ich bereits eine gute Adresse in Erfahrung bringen konnte, sehe ich gute Chancen, dass mein Plan aufgeht.

Gruß

Mr. Tom


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