Vor 10 Jahren SHT jetzt 1. Anfall !richtige Diagnose?

mezeg, München, Friday, 21.02.2014, 10:43 (vor 4559 Tagen) @ Mazulog

Ich habe meine 2. Ausbildung in einem Berufsbildungswerk gemacht. Ich habe die Erfahrung gemacht, das diese Menschen sich gegenseitig mehr achten und mehr Spaß an allem haben!
Diese Intoleranz von "gesunden" Leuten ist krank und ärgert mich ungemein!!!

so was hat mich immer geärgert, auch "davor". Behinderte sind doch an deren Zustand nicht selber schuld! Momentan bin ich in einer integrativen Schule mit einem Handarbeitprojekt beschäftigt. Das eine Mädchen ist sichtlich "trisomique", macht manchmal Unfug oder fühlt sich vernachlässigt und daher wütend. Nicht nur Erzieherinnen sondern auch die Mitschüler (Erste Stufe) können sie schnell besänftigen / trösten / aufmuntern.

Und sie bringt es fertig gerade Reihen von Kreuzstichen zu sticken und zeigt sie mir volles Stolz.

Ich denke Stress ist auch bei der Auslöser.

:-( Aber erzähl das mal den Ärzten! Die sind der Meinung, das Schwimmen absolut tabu ist und das alles auch ohne Stress gekommen wäre!

Was dem Schwimmen angeht, wurde ich auch ausdrücklich und präzis gewarnt: Bei einem Krampf im Wasser wird die Luft aus den Lungen gepresst. Bei Bewußtlosigkeit sinkt man ins Wasser und dann wird schlagartig nach Luft geholt. Bloß, daß es unter Wasser eben keine Luft gibt!

Mein Neurologe sagte, daß ich sogar in einer Wasserlacke ertrinken könnte. Eine Schande für eine gute Schwimmerin! :-( :-(

Ich gehe damit vorsichtig um. Schwimmen nur unter besten Bedingungen, nie leistungsmässig, nur Genuß. Das Bad in der Wanne habe ich vermieden, von einer "Selbstmord-Provokation" abgesehen: Der Neurologe hatte gesagt, daß die Dosis doch noch etwas erhöhen werden muss. Dann habe ich ein Bad laufen lassen, den Kater gefüttert, kontrolliert, daß der Schlüssel in der Wohnungstür nicht steckt, wissend, daß man spätestens am Abend des nächsten Tags nach mir suchen würden, der Kater würde also nicht lange ohne Futter bleiben...

Und in die Wanne gestiegen, dabei der Epilepsie gesagt. "Tu es doch!"

War fast enttäuscht heil aus der Wanne zu steigen. Gleichwohl etwas nüchterner. Die Wette gegen die Epilepsie hatte ich aber gewonnen!

Ich wußte vielleicht "ungedacht", daß es nicht passieren würde...

Nochmals ausdrücklich: niemand ist von mir abhängig! Die jüngere Tochter wird demnächst 41 Jahre alt. Du hast aber zwei kleine Kinder, die Dich unbedingt brauchen. Deine Karten sind anders gemischt als meine!

Heißt nicht, daß Du nicht ins Wasser gehen kannst. Bloß nicht leistungsmässig und auf keinem Fall alleine! Mit guten informierten Kumpeln. Ihr könnt auch ein Spiel daraus machen und wetten: bekommst Du einen GM oder nicht? Jeder setzt eine kleine Summe: bekommst Du einen GM, dann den Inhalt der Sparbüchse als Trost, passiert nicht, geht ihr alle zusammen essen, wenn die Büchse voll genug ist.


Mein Neurologe schreibt ausdrücklich in seinen Berichten "mit überhöhter Stressanfälligkeit". Beim Rezeptabholung in Januar fragte er wie immer nach meinem Befinden. Eine kleine Störung - GM bekomme ich nicht mehr -. Gefiel ihm nicht. Ich sagte, daß ich eine Katze einschläfern lassen mußte, da war er wieder zufrieden - nicht wegen der Katze - "eben Stress".

Ich meine, wenn ich wie früher auch meine Ausgleich zum beruflichen Stress habe, packe ich das auch ohne Medikamente!

Den Ärzten nach zu urteilen, ist das unmöglich!!!:-(


Irgendwie "rede" ich mit der Epilepsie. Kommt der Hauch einer Störung, sage ich ihr: "sei brav, nicht so!". Momentan sage ich ihr "das machst Du jetzt aber gut, weiter so!" (die letzte Störung war Anfang Januar, wg der Katze)

Medikamente absetzen sollte nie ohne Rücksprache mit dem Neurologen erfolgen. Habe gelesen, daß ohne Medis ein Epilepsie-Muster sich im Gehirn "einbrennt". Nimmt man sie aber, kann das Gehirn langsam "vergessen".

Bei mir ist das "Vergessen" wohl nicht denkbar. Ich dachte, OP gelungen, sechs Monate AE zur Beruhigung und das war's! Nein, die Narbe hat gleich Ärger gemacht.

Bei Dir gab es aber eine lange Zeitspanne. Der Stress war wohl der Zünder. Vielleicht geht es doch irgendwann.

An Deiner Stelle würde ich "zweigleisig" fahren: Die AE nehmen, damit das Gehirn zur Ruhe kommt, was es wahrscheinlich nicht alleine schafft. Und mächtig an den Stressfaktoren arbeiten, Dir Zeit nehmen, Hobbies und Sport nachgehen aber nie leistungsmässig, Familie bewußter leben, mit den Kindern am Sportplatz auf der Rutschbahn usw. usw. Nicht mehr voller Wucht und Wut mit dem Kopf gegen die Epilepsie-Wand rennen - wie ich es auch gemacht hatte.

Das ganze natürlich als meine eigene Sicht der Sache, keineswegs als Evangelium!! Deinen Weg muß Du selber planen und ausführen. Alle Wege führen nicht nach Rom aber viele!

Alles Gute

mezeg


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