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kaffeekanne, Sunday, 24.01.2010, 16:19 (vor 6052 Tagen) @ holly

Hallo:-)
ist schon ganz schön scheiße, das leben mit epilepsie, da kann ich dir nur zustimmen! ich habe, als ich noch jünger war(ca 20-23)meine krankheit sozusagen komplett ignoriert, und hab alles so gemacht, wie meine freunde. einzig ans nicht-auto-fahren hab ich mich gehalten, das hatte mir der neurologe sehr eindringlich nahe gelegt. ob ich damals wirklich zwei jahre anfallsfrei war, kann ich nicht sagen, hab zu der zeit die anfälle ausschließlich im schlaf bekommen und war damals noch allein. jetzt nehme ich im alltag schon mehr rücksicht auf meine gesundheit und vermeide bestimmte situationen bewußt, gehe also nicht mehr so oft weg (ist sowieso familiär bedingt), trinke so gut wie gar keinen alkohol mehr, naja und versuche einen ausgiebigen, regelmäßigen schlaf zu haben. das gelingt mir leider nicht immer und danach fühle ich mich immer wie ne uralte frau(30 ist ja noch net soo alt), oder wien halbtoter zombie (geht das überhaupt?).schlaf ist für meinen körper glaub ich am wichitgsten und die regelmäßige tabletteneinnahme.sowas habe ich auch schon öfter mal vergessen und das hat sich immer sehr schnell bemerkbar gemacht, ganz egal, wo ich dann grad war, bzw was ich gemacht hab. schwimmen gehen war ich schon oft mit meiner tochter, da is bis jetzt noch nix passiert. ich hab auch das "glück", dass ich es zu 99% vorher merke, wenn ich einen anfall bekomme, also die "aura" ist das glaub ich. ich merk das immer irgendwie aufsteigen und krieg dann halluzinationen in meinem hirn, schwer zu beschreiben, aber in den momenten weiß ich"ohoh, jetzt kommt vielleicht gleich was!". manchmal bleibt es vorerst dabei, aber früher oder später kommt dann ein grand-mal. ich hab aber dann doch noch zeit, mich zurückzuziehen, oder hinzusetzen, oder irgendwas zu sagen, also die leute zu warnen. mittlerweile hab ich das so einigermassen im griff. hoffentlich bleibt das so, die anfälle haben sich ja in den letzten jahren sehr verändert. es ist nicht so, dass die krankheit mein leben bestimmt, aber ich habe festgestellt, dass ich mich doch noch bewußter mit ihr auseinander setzen sollte, dann hab ich sie vielleicht besser im griff. im beruf bin ich auch sehr eingeschränkt, weil ich ja keinen führerschein habe und somit nicht mobil bin. meine ausbildung hatte ich zum glück schon begonnen, als die krankheit ausbrach. meine kollegen hatten damls auch sehr vile verstandnis gezeigt. hab einen beruf im heimbereich glernt, da hat man wahrscheinlich auch aus erfahrung mehr verstnändnis für sowas. momentan mache ich leider nicht die arbeit, die mir wirklich spaß macht, das hat aber auch zum großteil was mit meiner rolle als mutter zu tun.
dass du aufgrund von epi keine ausbildung finden kannst ich echt richtig scheiße, aber ich wünsche dir, dass das noch klappt. ich habe auch einen job bekommen und hatte die hoffnung eigentlich schon aufgegeben. :-)


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