Eine schwere Entscheidung ...

Sunrise23, Monday, 16.08.2010, 00:46 (vor 5847 Tagen)

Hallo meine Name ist Christian, ich bin 23 Jahre jung und habe bereits schon meinen 4ten epileptischen Anfall hinter mir. Wobei man noch keine eindeutigen Beweise dafür gefunden hat, das es sich auch wirklich um einen handelt. Denn sämtliche EEG, MRT, Kardiologischen und Blutuntersuchungen haben bisher keine positiven Ergebnisse darauf geliefert, das es auch wirklich welche sind.

Lediglich die Symptome sind eindeutig, das es in die Richtung von Krampfanfällen gehen könnte. Das heißt, wenn ich diese Anfälle habe, fühle ich mich danach sehr abgeschlagen, verwirrt, meisten ist mein linker Oberarm danach wie gelähmt und ich verspüre dort einen starken Muskelkater, der über mehrere Tage bis Wochen dort anhält. Außerdem sonder ich jedes mal Urin ab, was ich als sehr unangenehm empfinde.

Was man vielleicht als Vorteil oder als Besonderheit ansehen kann ist, das ich diese Anfälle nur Nachts bekomme. Also während ich Schlafe, am nächsten Morgen wache ich einfach auf und weiß schon anhand der Symptome was genau passiert ist. An den Anfall selber konnte ich mich bisher noch nie erinnern.

Meinen ersten Anfall hatte ich im Juni 2008 direkt nach einen Discobesuch mit viel Alkohol in Thailand. Danach wusste ich noch nicht, das es sich um sowas handelte. Ich dachte damals sie hätten mir dort was ins Glas getan oder so.

Aber der zweite hatte nicht lange auf sich warten lassen, das nächste mal passiert er im Frühjahr 2009. Also ein halbes Jahr später. Ohne vorigen Discobesuch und ohne jeglichen Alkoholeinfluss, einfach spontan wieder aus der Nacht heraus. Das war der Zeitpunkt wo ich dann sämtliche Ärzte besuchte und mich komplett durchschecken ließ. Leider wie oben schon geschrieben ohne irgendwelche Erfolge oder eindeutige Beweiße.

Dann hatte ich eine sehr lange Zeit Ruhe. Über ein Jahr bestimmt, ich hatte die Anfälle schon fast vergessen, dann passiert der nächste, im März 2010. Kein Discobesuch und kein Alkohol. Mal wieder ein Anfall aus dem nichts heraus. Ich hatte mich wieder komplett durchschecken lassen, leider wieder alles ohne Erfolg.

Danach begann ich sehr intensiv über meine Lebensführung nachzudenken und hatte den Verdacht das bei den letzten beiden Anfällen, ich nervlich vielleicht einfach zu viel Stress hatte und ich das alles nicht verkraften konnte. Beziehungsweise ich mir sehr gerne über viele Sachen und Angelegenheiten einfach grundlegend zu viele Gedanken mache. Ich bin dadurch total angespannt und habe die Anfälle vielleicht provoziert, dachte ich mir.

Außerdem meinten viele Ärzte ich sollte den Alkohol einschränken, weil ich am Wochenende ab und zu mal ein bissel mehr getrunken habe. Was ich dann auch eingeschränkt habe, wobei ich das Gefühl hatte sie müssten jetzt alles auf den Alkohol schieben, weil sie sonst nichts an mir und meiner Lebensführung finden, was auf eine Epilepsie hindeutete.

Nach dem 3ten Anfall, hatte ich den Tipp bekommen von einer Freundin von mir, das ich vielleicht mal eine Anthrosphien aufsuchen sollte. Was ich dann auch getan hatte, weil ich nicht mehr weiter wußte. Ob ich Medikamente nehme war mir freigestellt, weil ich eine Sonderstellung hatte, aufgrund der nächtlichen Anfälle.

Dann besuche ich die Ärztin, wir hatte viel geredet und sie machte eine sogenannte Herzuntersuchungen bei mir und schaute welche Organe betroffen sind bzw. nicht mehr so gut arbeiteten. Sie fand heraus das mein Stoffwechsel nicht gerade der beste ist und einige Organe auch betroffen sind wie Leber, Milz ect. Und verschrieb mir eine große Menge von Homöopathischen Medikamente die ich 3 mal täglich nehmen sollte, was ich dann auch getan hatte. Von Kapseln über Pulver, Tabletten und Ampullen zum Spritzen war bisher alles dabei.

Ihre Theorie des ganzen war, wenn die Nährstoffe besser aufgenommen werden vom Körper (von den Organen) können sie besser in den Kopf geschickt werden und der ganze Organismus arbeitet dadurch einfach besser. Und wenn man es schafft Körper, Seele, Geist und sein Ich ins Gleichgewicht zu bringen, könnte man es schaffen auch schwerer Erkrankungen, wie die Epilepsie zu überwinden.

Ich glaubte ihr und nahm fleißig diese Medikamente. Doch knappe 4 Monate später erfolgte dann der 4te epileptische Anfall, am 01.08.2010 in meiner Wohnung und auch wieder in der Nacht.

Danach bin ich sofort zu meiner Neurologien und diese hatte mir Kepra 250mg verschrieben, ein rechte neueres Medikament ohne viele Nebenwirkung meinte sie. Ich sollte Morgen und Abends eine nehmen davon und dann langsam sie Dosis steigern.

Allerdings hatte ich trotzdem meine Zweifel an diesen Medikament. Schließlich haben über 10 % der Menschen die es nehmen Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Depressionen ect. in der Packungsbeilage steht sogar was von Suizidgefahr drinnen und außerdem machte mir diese dauerhafte Einnahme von mindestens 2 Jahren (wenn alles gut geht) Angst. Und wenn man die Einnahme von den Medikament vergessen tut, verschlimmern sich die Anfälle sogar noch.


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