Eine schwere Entscheidung ...

Andreas, Wednesday, 18.08.2010, 01:03 (vor 5845 Tagen) @ Ela

Vergessen solltest du auch nicht, dass rund 70 % der an Epilepsie Erkrankten

mit dem 1. Medikament dauerhaft anfallsfrei werden.

Hallo Ela,

dürfte ich fragen, woher diese Zahl stammt? Epilepsie ist grundsätzlich eine schwer zu therapierende Krankheit, und da erscheinen solche Behauptungen recht fraglich. Nicht umsonst gibt es doch Spezialkliniken, um die Krankheit so genau wie möglich zu diagnostizieren (was schon schwierig genug ist) und die Patienten dann entsprechend medikamentös einzustellen. Diese Einstellung kann monatelang dauern, wobei teilweise die Medikamente immer wieder gewechselt werden müssen.

Oberstes Therapieziel (egal bei welcher Therapie) sollte immer die völlige Anfallsfreiheit des Patienten sein. Dieses Ziel ist aber leider nicht in jedem Fall zu erreichen - weder mit schulmedizinischen, noch mit naturheilkundlichen Mitteln. Aber wieso soll Deiner Ansicht nach die naturheilkundlich Behandlung abgebrochen werden, wenn nach wie vor Anfälle auftreten?

Es kann doch durchaus ein positives Zeichen sein, wenn unter der Behandlung die Häufigkeit und die Heftigkeit der Anfälle langsam immer weiter abnimmt. Oder würdest Du bei einem solchen Verlauf zu einem Therapieabbruch raten?

Auch nach "geglückter" Operation und anschließender Medikation kann es noch immer zu Anfällen kommen, die mit der Zeit aber nachlassen sollten. Warum wird also in der Naturheilkunde mit anderen Maßstäben gemessen?

Grundsätzlich ist die Beurteilung des Fallverlaufes mindestens ebenso komplex wie die eigentliche Behandlung, und man sollte nicht vorschnell irgendwelche Parameter festlegen, die der Natur der Krankheit überhaupt nicht entsprechen.

Viele Grüße.

Andreas


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